31. Oktober 2008 - 9. Jahrgang - 05/2008

empirica newsletter 05/2008



Inhalt

  1. empirica-Regionaldatenbank
    empirica-Preisdaten

  2. Wirtschaftsforschung
    Armutsforschung / Migration / Demographischer Wandel

  3. Immobilienmärkte
    Wohnungsmarkt / Einzelhandel / Soziale Stadt / Bodenmarkt

  4. Regionalentwicklung und Stadtentwicklung
    Stadtentwicklung


1. empirica-Regionaldatenbank


- empirica-Preisdaten


Neue Daten
empirica-Preisspiegel: Heidelberg im 3. Quartal 2008

Der empirica-Preisspiegel zeigt die Entwicklung der inserierten Miet-/Kaufpreise über die letzten 4 Jahre anhand einer Referenzwohnung (Neubau mit 60-79qm Wohnfläche und höherwertiger Ausstattung). Daneben werden Zu-/Abschläge für verschiedene Baualter, Wohnflächen oder Ausstattungen sowie für einzelne Stadtteile, Bezirke oder PLZ-Bereiche berechnet. Der empirica-Preisspiegel ist für jede deutsche Großstadt erhältlich.
Download: Preisspiegel Heidelberg
Download: Methodik
Kontakt: Herr Dr. Braun


Marktbericht
Regionen auf einen Blick: Wohnungsmarkt Heidelberg im 3. Quartal 2008

Verfasser: Herr Dr. Braun (2008)
Download: Heidelberg auf einen Blick


Neue Daten eingetroffen
empirica Miet- und Kaufpreis-Ranking III/2008

Das vierteljährliche Miet und Kaufpreis-Ranking von empirica basiert auf Sonderauswertungen der Preisdatenbank von IDN ImmoDaten, in die Angebotspreise aus Immobilieninseraten aus rund 100 Anzeigenquellen fließen (ca. 2 Mio. Objekte je Quartal).



Download: Kommentar
Download: Datentabelle
Kontakt: Herr Dr. Braun



2. Wirtschaftsforschung


- Armutsforschung


Neue Studie
Kinderarmut in Thüringen

Das Ausmaß der Einkommensarmut unterliegt erheblichen konjunkturellen Schwankungen. Im letzten Zyklus von 1998 bis 2005 ist die allgemeine Armutsquote in Thüringen von 8% auf 19% gestiegen, die Armutsquote von Kindern und Jugendlichen hat nach einem Tiefpunkt bei 11% ein Maximum von 33% erreicht. Im Laufe des Jahres 2006 setzte eine konjunkturelle Erholung ein. Jetzt liegt die allgemeine Armutsquote bei 14%, die Armutsquote der Kinder und Jugendlichen bei 20%. Damit ist ein Großteil des vorhergegangenen Anstiegs wieder neutralisiert.


Quelle: empirica-Berechnungen aus SOEP

Dennoch leben in Thüringen immer noch rund 60 Tausend Kinder und Jugendliche in einkommensarmen Haushalten. Damit sind zwei von zehn Minderjährigen im Lande von Armut bedroht. Ohne staatliche Transferleistungen läge die Quote bei 42%. Einkommensarme Haushalte mit Kindern oder Jugendlichen bestreiten nur etwa ein Viertel ihres Bruttoeinkommens aus Erwerbstätigkeit. Fast drei Viertel stammen dagegen aus öffentlichen Transfers.
Download: Kinderarmut in Thüringen
Kontakt: Herr Dr. Braun


- Migration


ExWoSt-Studie: Migration / Integration und Stadtteilpolitik
Ergebnisse der empirica-Studie fließen in den Nationalen Integrationsplan ein

"Integration vor Ort" ist eines der Schlüsselthemen des Nationalen Integrationsplans. In der ExWoSt-Studie, die empirica im Auftrag des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung erstellt hat, erfolgte eine bundesweite Bestandsaufnahme von Stadtteilen/Wohnquartieren mit besonderen integrationspolitischen Handlungsbedarfen. Sozialräumliche Zusammenhänge und Rahmenbedingungen sowie Integrationsvoraussetzungen und -chancen auf Seiten der Zuwanderer (Bildung, Sprache, soziale Einbindung, Barrierewirkungen) wurden empirisch untersucht. Mit ausgewählten Fallbeispielen werden gelungene Integrationsansätze im Rahmen von Quartiersstrategien mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten vorgestellt.
Kontakt: Herr Heyn


- Demographischer Wandel


Neues Projekt
Handlungskonzept Seniorengerechte Stadt

Die Stadt Cuxhaven hat sich zum Ziel gesetzt, möglichst gute Rahmenbedingungen für das Leben und Wohnen im Alter zu schaffen. In einem ersten Schritt wurde empirica beauftragt, ein Handlungskonzept für eine seniorengerechte Stadt zu erstellen. Der Schwerpunkt liegt dabei im Bereich Wohnen, der bei älteren Menschen eng mit allen Fragen rund um Hilfestellungen und Dienstleistungen bis hin zur Pflege verknüpft ist. Das Projekt umfasst neben einem Überblick über die Entwicklungstrends für eine seniorengerechte Stadt sowohl eine quantitative Nachfrageanalyse als auch die Analyse der Angebotsseite und darauf aufbauend Handlungsanforderungen für die Zukunft.
Kontakt: Frau Schwedt



3. Immobilienmärkte


- Wohnungsmarkt


Vortrag
Zukunftsmarkt Generationenübergreifendes Wohnen in Nachbarschaften

Veranstaltung: Institut für Städtebau Berlin: Bauen und Wohnen in der Stadt
Ort: Berlin, 03. November 2008
Referentin: Dr. Marie-Therese Krings-Heckemeier

Vortrag
Zukunftsfähige Konzeptionen für das Wohnen im Alter
Marktüberblick und Konsequenzen für FrankfurtRheinMain

Veranstaltung: IHK FranfurtRheinMain: Perspektiven für FrankfurtRheinMain 2020
Ort: Frankfurt a.M., 04. November 2008
Referentin: Dr. Marie-Therese Krings-Heckemeier

Vortrag
Heterogenes Bild: Sachstand und Beispiele

Veranstaltung: 5. Forum zur Weiterentwicklung der Pflege und Pflegeversicherung
Ort: Berlin, 13. November 2008
Referentin: Dr. Marie-Therese Krings-Heckemeier

Vortrag
Aktuelle Trends auf dem Berliner Wohnungsmarkt

Veranstaltung: masterplan talks - WissenMachtImmobilien
Ort: Berlin, 18. September 2008
Referentin: Frau Schwedt


Neue Studie
Wohnungsmarktstudie für den Oberbergischen Kreis

Im Auftrag der KSK Köln und der Oberbergischen Sparkassen hat empirica eine Wohnungsmarktstudie für den Oberbergischen Kreis erstellt. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und der Unsicherheiten der zukünftigen Wanderungsbewegungen werden zwei unterschiedliche Zukunftsszenarien entwickelt. Der sich jeweils ableitende Baulandbedarf wurde dem aktuellen Baulandangebot gegenübergestellt.

Für eine stabile Bevölkerungsentwicklung, wie sie die amtliche Einwohnerprognose für den Kreis unterstellt, reicht das bisher geplante Baulandangebot bei weitem nicht aus. Damit Baulandknappheit nicht zum Hemmnis für Zuwanderung wird, sind über die heutigen Planungen hinaus weitere Baugebiete für bis zu 5.200 WE erforderlich. Dabei kann nicht ausgeschlossen werden, dass es dennoch dauerhaft zu einer Abwanderung aus dem Kreis kommt, so dass auch die Möglichkeit wachsender Leerstände im Einfamilienhaussegment diskutiert werden sollte. Ein erster wichtiger Schritt wäre der Aufbau einer permanenten Wohnungsmarktbeobachtung, damit auf neue Trends in der Marktentwicklung schnell reagiert werden kann. Nur wenn für jede Zielgruppe das richtige Wohnungsangebot bereitsteht, können die Gemeinden des Kreises im wachsenden "Konkurrenzkampf" um junge Zuwanderer bestehen.
Download: Studie
Kontakt: Frau Heising


- Einzelhandel


Neue Daten
Einzelhandelsentwicklung nach Städtetypen

Die Polarisierung des Einzelhandels mit einem stark preisorientiertem Angebotssegment auf der einen Seite und einem stabilen bzw. leicht wachsendem Segment hochwertiger Spitzenprodukte ist ein seit langem beobachteter Trend. Die Prognosen sehen auch hier noch kein Ende beim Rückgang im mittleren Marktsegment. Zu den eindeutigen Polarisierungsgewinnern zählen Fachmärkte und Discounter. Zugleich ist der Flächenbesatz im Einzelhandel kontinuierlich gestiegen, während die Umsätze weitgehend stagnierten bzw. weit hinter dem Flächenwachstum zurückgeblieben sind.

Umsatzentwicklung 1999-2005 nach BBR-Stadtregionstypen


OZ = Oberzentrum

Die durchschnittliche Flächenproduktivität in Deutschland ist über viele Jahre gesunken und liegt heute unter der vieler anderer europäischer Länder. Auch dies hat den Druck auf eine rentable Bewirtschaftung der Immobilien erhöht und die bekannte kleinräumige Polarisierung zwischen A-Lagen und Randlagen verschärft. In der Folge dieser Entwicklung haben sich Metropolen und die mittleren und kleineren Großstädte auch nach dem Jahr 2000 noch vergleichsweise schwach entwickelt. Bei den Mittelstädten gibt es sowohl Gewinner- als auch Verliererkommunen. Klare Profiteure waren bislang die kleineren Städte in einem engeren Ring um die Kernstädte.
Kontakt: Herr Heyn


- Soziale Stadt


Neues Projekt
Soziale Stadt "Hasenbergl"

Die Landeshauptstadt München hat bei empirica eine Untersuchung zu den Auswirkungen des Einsatzes des Programms "Soziale Stadt" im Sanierungsgebiet Hasenbergl in Auftrag gegeben. Die Evaluation konzentriert sich auf zwei Themenschwerpunkte: Zum einen die Dokumentation und zum anderen eine abschließende Gesamtbewertung der Ergebnisse und Wirkungen zwecks Optimierung der Prozesse in künftigen Programmgebieten. Um die Aufgabenbereiche in ihrer Komplexität zu analysieren, wird empirica eine Kombination aus qualitativen und quantitativen Methoden im Rahmen der Evaluation anwenden. Vorgesehen ist u.a. eine Bewohnerbefragung.
Kontakt: Frau Kleinhans


Neues Projekt
Soziale Stadt "Donauwörth"

Die Stadt Donauwörth hat empirica mit der Untersuchung des Einsatzes des Bund-Länder-Programms "Soziale Stadt" in der Parkstadt beauftragt. Im Rahmen der Evaluation werden im Schwerpunkt die materiell-physischen Wirkungen und sozio-ökonomischen Wirkungen auf die Lebenslagen/Lebenswelten der Bewohner analysiert und bewertet. Die Bewertung erfolgt in erster Linie vor dem Hintergrund der im integrierten Handlungskonzept formulierten Ziele.

Der komplexe Aufgabenbereich erfordert eine Kombination aus quantitativen und qualitativen Forschungsmethoden. So werden neben einer flächendeckenden Haushaltsbefragung im Stadtteil Parkstadt u.a. Experteninterviews mit Vertretern der Kommune, der Wohnungsunternehmen, der Schule, Schlüsselpersonen aus dem Quartier und Bewohnern geführt. Die Ergebnisse werden Verwaltung und Politik, aber auch den Bürgern in einer öffentlichen Veranstaltung vorgestellt.
Kontakt: Frau Heckenroth


- Bodenmarkt


REFINA-Forschungsprojekt*
Regionales Portfoliomanagement in der Wohnregion Bonn/Rhein-Siegkreis/Ahrweiler
*Reduzierung der Flächeninanspruchnahme und nachhaltiges Flächenmanagement

Bisher wird die Siedlungsentwicklung durch eine kommunale fiskalische Optimierung bestimmt. Dies kann aber kein geeigneter Maßstab für die Steuerung der Siedlungsentwicklung sein. Denn Wohnungsmärkte und Wirtschaftsräume sind regional verknüpft, so dass Steuerungsinstrumente auf der regionalen Ebene ansetzen müssen. Deswegen muss eine optimale Siedlungsentwicklung auch ökologische und privatwirtschaftliche Dimensionen im regionalen Kontext berücksichtigen und in Einklang mit den fiskalisch relevanten Belastungsstufen der inneren und äußeren Erschließung sowie der sozialen Infrastruktur bringen. Diesen Anspruch versucht das „Regionale Portfoliomanagement“ auf der Grundlage eines GIS-gestützten Tools umzusetzen.

Im Forschungsprojekt der Projektpartner empirica, RWTH Aachen und GAIAC werden dazu regionalentwicklungspolitische Bodenwerte für konkrete Potenzialflächen in der Wohnregion Bonn/Rhein-Siegkreis/Ahrweiler ermittelt. Durch Überlagerung der monetarisierten Ergebnisse unterschiedlicher Partialmodelle verschiedener Betrachtungsdimensionen werden regionale Siedlungsszenarien in ihrer wohlfahrtsökonomischen Wirkung verglichen. Auf der politischen Ebene wird es im Anschluss darum gehen, adäquate fiskalische Ausgleichsmechanismen auf kommunaler Ebene zu entwickeln.

Auf dem REFINA-Workshop "Werkzeuge für die Ermittlung von kommunalen Folgekosten der Flächeninanspruchnahme" fand im September ein Austausch unterschiedlicher REFINA-Forschungsvorhaben statt. Im Vordergrund der Projekte mit vergleichbaren Fragestellungen steht dabei immer noch die kommunal-fiskalische Betrachtung. Die Vertreter der anderen Projekte betrachten die praktische Implementierung des Regionalen Portfoliomanagements mit großer Skepsis. Neue Wege sind eben mühsam.
Kontakt: Herr Heyn


4. Regionalentwicklung und Stadtentwicklung


- Stadtentwicklung


Demographischer Wandel
Vernetzte Kompetenz. Das "Städtenetzwerk Demographie" präsentierte sich auf der euregia-Fachmesse

Bereits zum sechsten Mal fanden auf dem Leipziger Messegelände die Fachmesse und der Kongress zur Regional- und Standortentwicklung in Europa als größtes Kommunikations- und Benchmarking-Forum auf diesem Sektor statt.

Auf dem Gemeinschaftsstand des Freistaates Sachsen präsentierte das von komet-empirica betreute ostsächsische Städtenetzwerk unter der Führung des Oberzentralen Städteverbundes Bautzen - Görlitz - Hoyerswerda innovative Strategien und Lösungsansätze. Im Programm des Fachkongresses wurden in der Veranstaltung "Raumordnung und demographischer Wandel in Mitteldeutschland; Strategien, Konzepte und Erfahrungen" zentrale Ergebnisse aus der sächsichen Modellregion vorgestellt. Diese Veranstaltung wurde ebenfalls von komet-empirica moderiert.
Download: Flyer
Kontakt: Herr Dr. Kendschek


Aktive Stadtzentren
"Genial Zentral - Aktive Innenstadt": breite Beteiligung beim Thüringer Landeswettbewerb

Am Thüringer Landeswettberwerb "Genial Zentral - Aktive Innenstadt" haben sich 21 Kommunen mit insbesamt 38 Projekten beteiligt. Die Jury hat elf Beiträge in die engere Wahl gezogen und wird die betreffenden Städte noch im November zur Präsentation einladen. Die Aktivierung der Innenstädte besitzt in der Thüringer Städtebauförderung höchste Priorität und deshalb versucht das Thüringer Ministerium für Bau, Landesentwicklung und Medien alle Förderprogramme auf diese Zielstellung auszurichten. Der Thüringer Landeswettbewerb wird vom Büro GRAS (Dresden) und komet-empirica (Leipzig) im Rahmen der Begleitforschung "Stadtumbau Thüringen" begleitet.
Kontakt: Herr Dr. Kendschek