29. Mai 2009 - 10. Jahrgang - 02/2009

empirica newsletter 02/2009



Inhalt

  1. Wirtschaftsforschung
    Armut in Deutschland / Kosten der Unterkunft / Sozialberichte

  2. empirica-Regionaldatenbank
    empirica Preisdaten

  3. Immobilienmärkte
    Wohnungsmärkte / Standortgemeinschaften / Gewerbeimmobilien

  4. Regionalentwicklung und Stadtentwicklung
    Stadtentwicklung


1. Wirtschaftsforschung


- Armut in Deutschland


Ist der Osten reicher?
Armut ist bildungsfern und erwerbslos - Mindestlöhne daher wirkungslos

Armutsquoten für Ostdeutschland - basierend auf bundesdeutschen Einkommensschwellen - verzerren die Realität. Denn eine Beurteilung des Lebensstandards im Osten anhand bundesdeutscher Durchschnittseinkommen ist aufgrund unterschiedlicher Lebenshaltungskosten schlicht nicht möglich. Mieten und Preise für lokale Dienstleistungen wie Friseure oder Handwerker liegen im Osten meist weit unter dem Bundesdurchschnitt. Damit reicht hier ein geringeres Einkommen aus, um denselben Lebensstandard wie im Westen zu erreichen.




Download: Kommentar
Kontakt empirica: Herr Dr. Braun


- Kosten der Unterkunft (SGB II, §22)


Schwerpunkt
"Angemessenheit von Kosten der Unterkunft"
Viele Kommunen sind verunsichert, wie sie Angemessenheitskriterien für die Kosten der Unterkunft von Hartz IV-Empfängern im Sinne von §22 SGB II so festlegen können, dass sie in der Praxis Bestand haben und dabei auch die Verfügbarkeit entsprechender Wohnungen gewährleistet ist. empirica verfügt über eine Methodik, der die aktuellen Angebotsmieten vor Ort zugrundeliegen, und ist dabei auch im Gespräch mit den Sozialgerichten. Neben der "physischen Angemessenheit", die für eine Bedarfsgemeinschaft eine angemessene Wohnungsgröße nach der Personenzahl im Haushalt festlegt, ist nicht nur die "räumliche" und "monetäre Angemessenheit", sondern auch die "qualitative Angemessenheit" einer Wohnung zu beurteilen. Es sollte nur der lokale Markt berücksichtigt werden und weder Luxuswohnungen noch Substandard-Wohnungen als angemessen definiert werden. All diese Anforderungen lassen sich auf Basis der empirica-Preisdatenbank erfüllen. Damit kann empirica für jeden lokalen Markt (z.B. für jede Kommune) zeitnah, kleinräumig und nachvollziehbar Angemessenheitskriterien ableiten sowie jährlich kostengünstig aktualisieren.
Download: Methodik
Kontakt empirica: Frau Heising


- Sozialberichte


Neuer Auftrag
KECK: Kommunale Entwicklung - Chancen für Kinder

empirica wurde von der Bertelsmann Stiftung beauftragt, ein Instrument zu entwickeln, das auf regionaler Ebene eine größere Transparenz zur sozialen Lage, Bildung und Gesundheit von Kindern ermöglicht. Zudem soll modellhaft in ausgewählten Regionen erprobt werden, welche sozialräumlichen Zusammenhänge mit dem Entwicklungsstand von Kindern bestehen. Ein zentrales Ergebnis wird unter anderem ein Online-Atlas sein, der als Instrument von Kommunen genutzt werden kann, um eigene kleinräumige Analysen einzubinden und mit regionalen Indikatoren zu vergleichen.
Kontakt empirica: Herr Heyn



2. empirica-Regionaldatenbank


- empirica Preisdaten


Neue Daten eingetroffen
empirica Miet- und Kaufpreis-Ranking I/2009

Kein Preisverfall zu beobachten: In der Mehrheit aller deutschen Großstädte sind die Mieten im Vergleich zum Vorquartal wieder gestiegen (62%), in der Hälfte aller Großstädte auch die Kaufpreise (50%). Beide Werte lagen im letzten Quartal unter 50%.



Das vierteljährliche Miet und Kaufpreis-Ranking von empirica basiert auf Sonderauswertungen der Preisdatenbank von IDN ImmoDaten, in die Angebotspreise aus Immobilieninseraten aus rund 100 Anzeigenquellen fließen (ca. 2 Mio. Objekte je Quartal).
Download: Kommentar
Download: Datentabelle
Kontakt empirica: Herr Dr. Braun


Vortrag
Möglichkeiten zur Bildung eines Regionalindex Wohnkosten unter Verwendung von Angebotsdaten

Veranstaltung: Statistisches Bundesamt/Rat für Sozial- und Wirtschaftsdaten "Workshop Regionale Preisindizes"
Ort: Wiesbaden, 3. Juli 2009
Referent: Dr. Reiner Braun



3. Immobilienmärkte


- Wohnungsmärkte


Neue Studie
Wohnungsmarktgutachten Mainz

Die Wohnungsnachfrage in der Stadt Mainz ist dank ihrer Lage in einer Region mit hoher wirtschaftlichen Dynamik günstig. Innerhalb des Stadtgebietes gibt es Flächenpotentiale, die die Attraktivität des Wohnstandortes Mainz maßgeblich beeinflussen. Für eine optimale Nutzung müssen diese Potentiale markt- und standortgerecht entwickelt werden. Wie wird sich die quantitative Nachfrage in Zukunft entwickeln? Welche qualitativen Angebote müssen geschaffen werden? Welche Flächen können welche Nachfragergruppen bedienen? Diese Fragen hat empirica im Auftrag der Stadt Mainz, der Mainzer Aufbaugesellschaft mbH, der Wohnbau Mainz GmbH und der Stadtwerke Mainz AG untersucht. Die Ergebnisse knüpfen an eine umfassende Wohnungsmarktstudie an, die empirica bereits im Jahr 2003 für Mainz erstellt hat.
Download: Bericht
Kontakt empirica: Frau Schwedt


Vortrag
Quartiere, Methoden, Instrumente - Modellvorhaben Dortmund

Veranstaltung: Abschlussveranstaltung des ExWoSt-Forschungsfeldes
"Kommunale Konzepte: Wohnen"
Ort: Berlin, 18. Juni 2009
Referentin: Frau Wilbert


Vortrag
Wie werden Babyboomer morgen wohnen? -- Passen Angebot und Nachfrage zusammen?

Veranstaltung: 1. Fachforum "Wirtschaftsfaktor Alter"
Ort: Berlin, 11. Mai 2009
Referentin: Dr. Marie-Therese Krings-Heckemeier


Vortrag
Zielgruppe 65plus – Zukunftsmarkt Senioren- und Pflegeimmobilien

Veranstaltung: IIR-Konferenz "Der Krise zum Trotz -- Was sind die Zukunftsperspektiven des Senioren- und Pflegeimmobilienmarktes?"
Ort: Berlin, 23. März 2009
Referentin: Dr. Marie-Therese Krings-Heckemeier


Vortrag
Wohn-Riester – Marktpotenziale und Wirkungsweise

Veranstaltung: "Wohneigentumsförderung im Fokus - zwischen Eigenheimrentengesetz und KfW-Förderung"
Ort: Frankfurt/M., 24. Juni 2009
Referent: Dr. Reiner Braun


- Standortgemeinschaften


Zwischenbericht
Wohnungsbezogene Immobilien- und Standortgemeinschaften in NRW

empirica betreut seit 2007 im Auftrag des Ministeriums für Bauen und Verkehr des Landes NRW drei Modellvorhaben zum Thema wohnungsbezogene Immobilien- und Standortgemeinschaften (Dortmund, Köln, Wuppertal).
Bisherige konkrete Maßnahmen:
Dortmund: Einstellung von zwei Quartiershausmeistern, die sich um Sauberkeit und Sicherheit im öffentlichen Raum kümmern. Resultat: die Situation im Quartier hat sich deutlich verbessert.
Wuppertal: Gründung einer Wohnungsgenossenschaft für das Quartier "Ölberg" zum gemeinsamen Kauf von Schlüsselobjekten. Ziel ist die Erhaltung preisgünstigen Wohnraums und der gemischten Sozialstruktur. Derzeit wird anhand einer Eigentümerbefragung geprüft, Dienstleistungen über die Genossenschaft anzubieten.
Köln: Erarbeitung und Vorstellung eines Konzepts für gemeinsame Beratungsleistungen von und für Eigentümer im Quartier "Taunusstraße". Erstellung einer eigenen Webseite www.ig-taunusstrasse.info.
empirica organisiert und moderiert die Eigentümertreffen und berät die Immobilien- und Standortgemeinschaften bei allen anstehenden Maßnahmen. Die Ergebnisse des Forschungsprojektes werden Ende 2009 für das MBV aufbereitet
Kontakt empirica: Frau Fryczewski, Frau Wilbert


Newsletter
Eigentümerstandortgemeinschaften im Stadtumbau

Im letzten Newsletter haben wir auf den Start des neuen ExWoSt-Forschungfeldes "Eigentümerstandortgemeinschaften im Stadtumbau" im Auftrag des BBSR hingewiesen. Mittlerweile wurden 15 Modellvorhaben ausgewählt. Auf einer Auftaktveranstaltung zum Forschungsfeld wurden alle Modellvorhaben der Fachöffentlichkeit vorgestellt und erste Erfahrungen ausgetauscht.
Weitere Informationen: BBSR
Newsletter "Eigentümerstandortgemeinschaften im Stadtumbau": Anmeldung
Kontakt empirica: Frau Wilbert


- Gewerbeimmobilien


neue Studie
Gewerbeflächenuntersuchung für die Stadt Leonberg

empirica führt derzeit eine Gewerbeflächenuntersuchung für die Stadt Leonberg durch. In einem ersten Schritt werden die branchenspezifischen Entwicklungen der vergangenen Jahre in Leonberg und der Region analysiert. Darauf aufbauend erfolgt eine Analyse der Gewerbeflächenstandorte in der Untersuchungsregion, ergänzt um Erfahrungen, Bewertungen und Erwartungen der Unternehmen vor Ort. Abschließend werden die Gewerbeflächenstandorte in der Stadt Leonberg im Standortwettbewerb der Untersuchungsregion bewertet und entsprechende Profilierungsansätze abgeleitet. In der Kombination statistischer und qualitativer Ergebnisse der Nachfrageentwicklung werden zudem geeignete Korridore der künftig zu erwartenden Flächennachfrage ermittelt.
Kontakt empirica: Herr Heyn, Herr Schwede



4. Regionalentwicklung und Stadtentwicklung


- Stadtentwicklung


Auch einmal unkonventionelle Wege gehen
Wirtschaftsfreundlichkeit von Kommunen auf dem Prüfstand

Das Städte-Netzwerk der IHK zu Leipzig hat ausgewählte Kommunen des Kammerbezirkes näher untersucht: Wie wirtschaftsfreundlich sind die Verwaltungen? Wie klappt die Kooperation zwischen Gewerbevereinen und Verwaltungen? Wo liegen noch Reserven für die Zusammenarbeit? In einem Gespräch in dem IHK-Magazin "Wirtschaft" 4/2009 stellt Dr. Kendschek von komet-empirica Ergebnisse vor.
Download: IHK-Interview
Link: Projektergebnisse und Praxisbeispiele
Kontakt empirica: Herr Dr. Kendschek


Genial Zentral - Aktive Innenstadt
Wettbewerbsbeiträge und Sieger des Thüringer Landeswettbewerbes zur Stärkung der Stadtzentren

Der Freistaat Thüringen hat zum Auftakt des neuen Bund-Länder-Förderprogramms "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren" einen Wettbewerb gestartet. Daran nahmen 21 Städte und Gemeinden aller Größenkategorien mit insgesamt 38 Projektvorschlägen teil. Der Wettbewerb wurde von GRAS * Gruppe Architektur & Stadtplanung (Dresden) und komet-empirica im Rahmen der Begleitforschung Stadtumbau Ost im Freistaat Thüringen betreut.
Link: Ergebnisse
Kontakt empirica: Herr Dr. Kendschek


Neue Veröffentlichung
Stadt als Wohnort für Familien

Die Ergebnisse der ExWoSt-Studie "Strategien und Aktionsfelder für städtisches Wohnen von Familien" hat das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung jetzt unter dem Titel "Stadt als Wohnort für Familien" veröffentlicht. Die Studie wurde von empirica erarbeitet. Grundlage bildete eine bundesweite Befragung von größeren Städten zu familienfreundlichen Strategien und Maßnahmen. Anhand von ausgewählten Fallstudien wurden einzelne Städte sowie relevante Themenbereiche - familienfreundliche Stadtquartiere und Bautypologien, Baugruppenmodelle, Verknüpfung von Wohnen und Infrastruktur - vertiefend untersucht. Schließlich beinhaltet die Studie Empfehlungen für eine familienorientierte kommunale Stadt- und Wohnungspolitik.
Download: Hauptstudie

Vertiefende Expertisen:

Kontakt empirica: Frau Fryczewski, Frau Kleinhans