11. Juni 2010 - 11. Jahrgang - 02/2010
empirica-Regionaldatenbank
Miet- und Kaufpreis-Ranking / Auf einen Blick
Wirtschaftsforschung
Altersvorsorge / Energetische Sanierung / Kultur- und Kreativwirtschaft / Familien
Immobilienmärkte
Altschuldenhilfe / Wohnungsmakt / Eigentümerstandortgemeinschaften / Familien- und altengerechte Stadtquartiere
Regionalentwicklung und Stadtentwicklung
Bildung / Stadtentwicklung / Regionalentwicklung
Interna
Mitgliedschaften / Personalia
empirica Miet- und Kaufpreis-Ranking I/2010
empirica-Deutschlandindex
Index "Mieten": Kreisfreie Städte (KS) setzen sich weiter
nach oben ab. Mittlerweile liegen die Mieten in 83 von 114 KS über dem
Niveau von Q1/04 (im Vorjahresquartal nur 68 KS).
Index "Kauf ETW": Der "Knick" im letzten Quartal ist wieder
ausgebügelt. Seit dem Minimum aus Q4/08 sind die Preise in 69 von 114
KS und in 164 von 300 Landkreisen gestiegen.
Fazit: Der Mietanstieg in den KS geht ungemindert weiter.
Gleichwohl konzentriert er sich weiterhin auf 11 Engpassstädte (+10%
seit Q1/04), während die Mieten in anderen KS nur moderat steigen (+3%
seit Q1/04). Die Kaufpreise für ETW werden mittelfristig den
Mietpreisen folgen.

Der empirica-Deutschlandindex und das vierteljährliche Miet und Kaufpreis-Ranking von empirica basieren auf Sonderauswertungen der Preisdatenbank von IDN ImmoDaten, in die Angebotspreise aus Immobilieninseraten von mehr als 100 Anzeigenquellen fließen (ca. 2 Mio. Objekte je Quartal).
Download Text und TabellenMarktbericht
Regionen auf einen Blick: Wohnungsmarkt Karlsruhe im 1. Quartal 2010
Verfasser: Dr. Reiner Braun
Download: Karlsruhe auf einen Blick
Diese Kurzberichte können für alle regionalen Wohnungsmärkte bestellt werden.
Neue Studie
Die Kaufkraft der Renten in der Zukunft - Wie hoch ist die Inflation für Rentner?
Die Rentenreformen lassen das Einkommen der Rentner deutlich sinken.
Durch überproportional steigende Kosten etwa für Gesundheit und Pflege wird ihre zukünftige
Kaufkraft weiter geschmälert. Weil rentnerspezifische Güter und personalintensive Dienstleistungen
in den Bereichen Freizeit, Gesundheit und Pflege im Preis schneller steigen als die
durchschnittliche Inflationsrate, wird dieser Kaufkraftverlust eine bedeutende neue
Einkommenslücke in den Geldbeutel der künftigen Rentner reißen. Im Auftrag des Deutschen
Instituts für Altersvorsorge (DIA) hat empirica diesen zusätzlichen Kaufkraftverlust und
die dafür notwendigen Sparanstrengungen für die private Altersvorsorge berechnet.
In der Studie werden auch einfache Faustregeln für das Altersvorsorgesparen abgeleitet,
die zukünftige Rentnergenerationen beherzigen sollten.
Downloads: Pressemitteilung |
Inhaltsverzeichnis
Studie: info@dia-vorsorge.de
Kontakt: Dr. Reiner Braun
Neuer Auftrag
empirica begleitet zwei Pilotprojekte im ExWoSt-Forschungsfeld "Immobilien- und wohnungswirtschaftliche
Strategien und Potentiale zum Klimawandel"
Die Berliner Bau- und Wohnungsgenossenschaft von 1892 eG und die Baugenossenschaft
FLUWOG-NORDMARK eG gehören zu zwei von fünf Pilotprojekten im Rahmen des ExWoSt-Forschungsfeldes
"Immobilien- und wohnungswirtschaftliche Strategien und Potentiale zum Klimawandel".
empirica begleitet und analysiert im Auftrag des BMVBS/BBSR die geplanten integrierten
Klimastrategien der beiden Wohnungsgenossenschaften über einen zweijährigen Zeitraum.
Ziel ist es, Synergien durch integrale Ansätze bei der Zusammenarbeit der komplexen
Akteurskonstellationen sowie innovative praxisorientierte Strategien in der
Projektentwicklung und Bewirtschaftung zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung in den
Pilotprojekten zu untersuchen. Die Immobilie bildet dabei den Ausgangspunkt für die
Betrachtung auf weiteren räumlichen Ebenen (Umfeld, Quartier, Stadt, Region).
Kontakt: Katrin Wilbert, Thomas Abraham
Neuer Auftrag
Titel: Energetische Sanierung von Großwohnsiedlungen auf Grundlage von integrierten Stadtteilentwicklungskonzepten
Im Jahr 2009 haben BMVBS und BBSR den Wettbewerb "Energetische Sanierung von Großwohnsiedlungen
auf der Grundlage integrierter Stadtteilentwicklungskonzepte" durchgeführt.
Ziel war es, umfassende integrierte Konzepte unter energetischen,
wohnungswirtschaftlichen, städtebaulichen und demographischen Gesichtspunkten zu entwickeln.
Nun gilt es, diese Konzepte weiter zu entwickeln und umzusetzen. BMVBS und BBSR möchten die
Wohnungsunternehmen dabei unterstützen und dabei übertragbare Erfahrungen sammeln.
empirica wurde mit der wissenschaftlichen Begleitforschung beauftragt.
Die Begleitforschung umfasst drei Phasen: eine jährliche Befragung teilnehmender
Wohnungsunternehmen zu ihren Erfahrungen bei der Umsetzung (Energieeffizienz,
Wohnungswirtschaft, Stadtteilentwicklung, Partizipation und Finanzierung),
Experteninterviews und Bewohnerbefragungen. Die Zwischen- und Endergebnisse
(Lösungsansätze und typische Herausforderungen) werden den teilnehmenden Unternehmen zur
Verfügung gestellt. Die Begleitforschung bezieht auch interessierte Unternehmen ein,
die nicht am Wettbewerb teilgenommen haben. Fordern Sie dazu bei empirica
weiterführende Informationen an.
Download: Projektdarstellung
Kontakt: Annamaria Schwedt, Ludger Baba
Neue Studie
Kultur- und Kreativwirtschaft in der Metropole Ruhr
Im Auftrag der Wirtschaftsförderung metropoleruhr GmbH (wmr) hat empirica eine
Studie zur wirtschaftlichen Bedeutung der Kultur- und Kreativwirtschaft in der
Metropole Ruhr erarbeitet. Dargestellt wird, wie die Kultur- und Kreativwirtschaft
mit den einzelnen Teilbranchen in der Metropole vertreten ist und wie sie sich in
den Teilräumen der Metropole Ruhr entwickelt hat. Ein Ergebnis: Die Teilbranche
Software/Games ragt in der Metropole Ruhr deutlich hervor und ist der zentrale
regionale Entwicklungstreiber im Bereich der Kultur- und Kreativwirtschaft.
Entgegen dem Landestrend ist die durchschnittliche Umsatzleistung je Unternehmen
in dieser Teilbranche gestiegen. Von dieser Entwicklung konnten neben den regionalen
Schwerpunkten Dortmund, Essen, Mülheim an der Ruhr und Bochum alle regionalen Teilräume
profitieren.
Download: Studie
Kontakt: Thomas Abraham, Philipp Schwede
Neue Studie
Kreativwirtschaft in Mittelstädten
Das Thema Kreativwirtschaft ist bislang stark auf Großstädte ausgerichtet. Eine Analyse zu
kreativen Berufen in deutschen Mittelstädten zeigt jedoch, dass es auch dort nennenswerte
Potenziale gibt, die im Fokus der lokalen Wirtschaftsförderungen stehen sollten. So liegen
zum einen die Anteile der kreativen Berufe an allen Beschäftigten in einigen Mittelstädten
auf dem Niveau ausgewählter Großstädte, zum anderen ist die Wachstumsdynamik der
Kreativwirtschaft in einigen Mittelstädten erheblich stärker als in vielen Kreativmetropolen.
Darüber hinaus gibt es auch in Mittelstädten räumliche Ballungen kreativer Unternehmen in
bestimmten Stadtquartieren. Dies belegt eine Analyse der Konzentrationskennziffern in
ausgewählten Mittelstädten.
Download: Studie
Kontakt: Thomas Abraham, Philipp Schwede
Neues Projekt
KECK in den Modellregionen
Mit dem Projekt "Kommunale Entwicklung - Chancen für Kinder" (KECK) der Bertelsmann
Stiftung wird eine kommunale Informations- und Steuerungsgrundlage entwickelt. empirica
bearbeitet im Auftrag der Bertelsmann Stiftung die Datengrundlagen für KECK, mit denen
die Rahmenbedingungen für die Entwicklung von Kindern transparent gemacht werden. In den
beiden Modellstädten Jena und Heilbronn begleitet empirica die sozialräumliche Ebene von
KECK. Bereits die ersten Zwischenergebnisse und Diskussionen der beiden Modellstädte
verdeutlichen die Unterschiede innerhalb beider Städte. In beiden Modellstädten bearbeiten
Sozialraum-Arbeitsgruppen die Beobachtung und Berichterstattung, auf deren Grundlage
sozialräumliche Strategien entwickelt werden.
Download: Bertelsmann Stiftung
Kontakt: Timo Heyn
Neuer Auftrag
Anschlussregelung zur Altschuldenhilfeverordnung
Die derzeitige Altschuldenhilfeverordnung regelt, dass im Falle eines marktbereinigenden
Wohnungsabrisses durch berechtigte Wohnungsunternehmen und Genossenschaften in Ostdeutschland
die verbleibenden Altschulden von öffentlicher Seite übernommen werden. Diese Regelung läuft
zum Jahresende aus. Daher hatte die Bundesregierung in ihrem Koalitionsvertrag einen Prüfauftrag
über die Notwendigkeit einer Anschlussregelung vereinbart. empirica ist vom der BBSR beauftragt
worden, diesen Prüfauftrag durchzuführen und Vorschläge zur Ausgestaltung zu entwickeln.
Unterstützt wird empirica dabei von einem Beirat, dem Vertreter der beteiligten Parteien
angehören.
Kontakt: Kristina Kröger, Prof. Dr. Harald Simons
Neuer Auftrag
"IBB Wohnungsmarktbarometer" und "IBB Wohnungsmarktbericht
empirica wurde von der Investitionsbank Berlin mit der Erstellung des
"IBB Wohnungsmarktbarometers" und des "IBB Wohnungsmarktberichtes" für 2010 beauftragt.
Beide Publikationen werden einen detaillierten Überblick über die Wohnungsmarktsituation
sowohl in der Gesamtstadt Berlin als auch kleinräumig in den zwölf Bezirken geben. Für das
"IBB Wohnungsmarktbarometer" sollen in Kürze alle relevanten Berliner Wohnungsmarktexperten
befragt werden. Wir bitten Sie schon jetzt herzlich um Ihre Mitarbeit.
Kontakt: Kristina Kröger, Prof. Dr. Harald Simons
Neuer Auftrag
Begleitung bei der Erstellung des Fachkonzeptes „Wohnen“ im Rahmen des Stadtkonzeptes
Plauen 2022 (SEKo)
Plauen wurde aufgrund des zunehmenden Wohnungsleerstandes und der sinkenden Bevölkerungszahl im
Jahr 2002 in das Bund-Länder-Programm "Stadtumbau Ost" aufgenommen. Zur Steuerung des Stadtumbaus
hat die Stadt das "Integrierte Stadtentwicklungskonzept (InSEK) - Stadtumbau Plauen" erstellt, das
derzeit mit dem Städtebaulichen Entwicklungskonzept (SEKo) überarbeitet wird. Im Rahmen des SEKo
beschäftig sich die Stadt mit der Erstellung des Fachkonzeptes Wohnen. empirica erarbeitet hierfür
im Auftrag der Stadt Plauen verschiedene Grundlagen. Sie beinhalten auf der Nachfrageseite die Themen
Bevölkerungsentwicklung, Haushaltsstruktur, Eigentümerstruktur, Wohnraumversorgung im Niedrigpreissegment
sowie Nachfragebedürfnisse und Akzeptanzkriterien. Auf der Angebotsseite werden wohnungswirtschaftliche
Aspekte betrachtet, Mietpreise, Leerstände sowie die Erhebung von Gebäudezustand und Umfeldqualität in
den kernstädtischen Stadtteilen.
Kontakt: Annamaria Schwedt, Ludger Baba
Vortrag
In München wird es enger und immer teurer - Zwischen architektonischem Einheitsbrei und neuen Wohnqualitäten
Veranstaltung: Standort Dialog München
Ort: München, 23. Juli 2010
Referentin: Dr. Marie-Therese Krings-Heckemeier
Weitere Informationen: www.heuer-dialog.de
Aktuelles aus der Projektarbeit
2. Projektwerkstatt im ExWoSt-Forschungsfeld "Eigentümerstandortgemeinschaften im Stadtumbau"
Im April fand in St. Wendel die zweite Projektwerkstatt im Rahmen des ExWoSt-Forschungsfeldes
statt. Sie diente dem Erfahrungsaustausch der Modellvorhaben zu den Themenschwerpunkten
"Alltagsarbeit einer ESG" und "Umsetzung von ersten Maßnahmen". Die Maßnahmendiskussion
konzentrierte sich auf drei Handlungsfelder: Vermarktung von Immobilien, Aufwertung von
Blockinnenbereichen sowie gemeinsame Bewirtschaftungskonzepte. Während die ESG Halle ihr
Konzept zur Gewinnung neuer Investoren vorstellte, berichtete die ESG Görlitz zum aktuellen
Stand der Neugestaltung des Blockinnenbereiches und über das gemeinsame Finanzierungskonzept
für die anschließende Bewirtschaftung. Eine ausführliche Dokumentation ist im Sommer online
abrufbar unter
www.bbsr.bund.de.
Download: Newsletter 2/10
Kontakt: Iris Fryczewski, Katrin Wilbert
Kooperation mit der Forschungsgesellschaft für Gerontologie (FfG)
Gemeinsame Beratungsleistungen zum Thema Wohnen und Leben im Alter
Der demografische Wandel erfordert in den Bereichen Wohnen, Gesundheit und Pflege für Ältere
komplexe Lösungen. Deswegen haben wir zusammen mit der FfG ein gemeinsames Bausteinsystem für
Beratungen entwickelt. Es basiert auf unseren langjährigen Erfahrungen in der Zusammenarbeit
mit der öffentlichen Hand, der Wohnungswirtschaft, Akteuren der Altenhilfe und weiteren Partnern
vor Ort. empirica und die FfG analysieren vor Ort Defizite und Potentiale und entwickeln
bezahlbare Lösungswege. Kooperationen zwischen verschiedenen Akteuren werden aufgebaut,
um Synergieeffekte auszunutzen. Außerdem wird freiwilliges Engagement mobilisiert.
Die Arbeit von empirica und FfG kann bedarfsweise kurzfristig und punktuell oder auch in
einem langfristigen Prozess eingesetzt werden. Ziel ist eine integrierte Altenpolitik, die
das Miteinander von Jung und Alt fördert, aber auch die unterschiedlichen Bedürfnisse dieser
Gruppen berücksichtigt, um die Kommune als Wohnstandort zu stärken. Im Mittelpunkt steht das
Thema Wohnen im Alter, weil damit zentrale Voraussetzungen für eine möglichst lange
eigenständige Haushaltsführung geschaffen werden können. Dies ist eng verknüpft mit
Fragen rund um Hilfeleistungen bis hin zur Pflege.
Link zum Kooperationspartner: www.ffg.uni-dortmund.de
Kontakt: Annamaria Schwedt, Katrin Wilbert
Aktuelles aus der Bildungsmeile Wutzkyallee in Berlin
Kooperationsvereinbarung in Vorbereitung
Im vergangenen Jahr haben sich sechs Bildungs- und Freizeiteinrichtungen aus der Gropiusstadt
in Neukölln zur "Bildungsmeile Wutzkyallee" zusammengeschlossen. Ziel ist die Entwicklung und
Gestaltung des Standortes zu einer attraktiven und zukunftsfähigen Bildungslandschaft
im Quartier. empirica moderiert und steuert den Prozess. Die Inhalte und Formen der
Zusammenarbeit hat empirica gemeinsam mit den Bündnispartnern entwickelt. Die
entsprechende Kooperationsvereinbarung liegt nun im Entwurf vor und wird zu Beginn des
kommenden Schuljahres im Rahmen eines Festaktes unterschrieben.
Kontakt: Katrin Kleinhans
Neuer Auftrag
Bewohnerbefragung in München: Evaluation des neuen Stadtquartiers Nordhaide/Panzerwiese
Im Münchener Norden entstand auf einem Teilstück der Panzerwiese ein neues Wohnquartier: die
Nordhaide. Der Stadtteil umfasst nach Fertigstellung rd. 2.200 Wohneinheiten für etwa 5.500
Einwohner. Anhand einer schriftlichen Befragung prüft empirica, wie zufrieden die Bewohner mit
ihrer Wohnsituation und dem Leben im Quartier sind. Kurz vor Abschluss der Städtebaulichen
Entwicklungsmaßnahme dient diese sozialwissenschaftliche Untersuchung der Evaluation der
Entwicklungsziele und der Ableitung von Empfehlungen für die Planung anderer Neubauquartiere.
Kontakt: Katrin Kleinhans
Neuer Auftrag
Konzeptionelles Gutachten für den Wohnungsmarkt Konstanz
Der Gemeinderat in Konstanz hat mit dem Leitprojekt "Zukunft Konstanz 2020" eine
strategische Orientierung zur räumlichen Entwicklung und zum Wohnungsbedarf festgelegt.
In diesem Zusammenhang hat empirica im Sommer 2009 in Konstanz einen Verwaltungsworkshop
durchgeführt. Im Anschluss an den Workshop wurde vereinbart, den einzelnen Baulandreserven
spezifische Nutzergruppen, Wohnformen und Quartierskonzepte zuzuordnen. Die Stadt Konstanz
hat empirica beauftragt, dafür notwendige Grundlagen zu erarbeiten.
Kontakt: Katrin Kleinhans
Neuer Auftrag
Demographiegutachten für den Landkreis Harburg
Der Landkreis Harburg beabsichtigt die Neuaufstellung seines Regionalen
Raumordnungsprogramms (RROP), in dem er die Koordination der ökonomischen,
ökologischen und sozialen Ansprüche an den Raum fortschreiben wird. Im Auftrag
des Landkreises Harburg erarbeitet empirica eine Grundlage für diesen Regionalplan,
bei dem es im Kontext der absehbaren demographischen Veränderungen der Region darum geht,
Empfehlungen zur künftigen Baulandentwicklung und zur Entwicklung der Versorgungsinfrastruktur
zu erarbeiten.
Kontakt: Iris Fryczewski, Thomas Abraham
Projektergebnisse
REFINA-Projekt "Regionaler Portfoliomanager"
Seit langem werden transparente zukunftsgerichtete Entscheidungsunterstützungen bei der
Siedlungsentwicklung gefordert. Der "Regionale Portfoliomanager" der Wohnregion Bonn,
liefert systematische regionale Kosten-Nutzen-Betrachtungen für künftige Potenzialflächen.
Die 28 Kommunen der Wohnregion haben nun beschlossen, den Portfoliomanager einzusetzen und
in der Praxis zu erproben. Die Anwendung für die jeweiligen kommunalen Planer wird durch die
Umsetzung als GIS-basiertes Online-Tool wesentlich erleichtert und setzt lediglich eine geringe
Einarbeitung voraus.
Link: www.wohnregion-bonn.de
Kontakt: Timo Heyn
Aus der Projektarbeit
Demografie-Coaching: Fitnesstraining für Kommunen im Wandel
In den letzten Jahren wurden Bewältigungsstrategien für den demografischen Wandel vor allem auf den Stadtumbau und die Sicherung der Daseinsvorsorge konzentriert. Die daraus erwachsenen Defensivstrategien führten in gewisser Weise auch zu einer "Schubladisierung" der Thematik Demografie und immer wieder zu ähnlichen Projektideen wie z.B. dem "Rufbus", dem "Abriss" oder dem "Mehrgenerationen-Haus". Unsere Erfahrungen aus erfolgreichen Demografieprojekten belegen aber, dass dort wo das Thema komplex - von der Wirtschaft bis zur Stadtidentität - angegangen wird, auch verstärkt neue, innovative und unkonventionelle Ansätze angepackt werden. Die Auseinandersetzung und Kommunikation mit dem Thema Demografie aber auch mit anderen Wandlungsprozessen müssen dabei so geführt werden, dass sie bei den Verantwortlichen und bei den Bürgern nicht zu Zukunftsängsten führen, sondern die Chancen in den Mittelpunkt stellen. Statt ihn zu erleiden, sollte der demografische Wandel bewusst gestaltet werden.
Als Kombination von Strategie-, Kommunikations- und Umsetzungsberatung ist Demografie-Coaching vor allem Hilfe zur Selbsthilfe in schwierigen kommunalen Wandlungsprozessen. Es setzt an der Psychologie des Wandels, an neuen Themen sowie an den Kompetenzen der unterschiedlichsten kommunalen Akteure an.
Aus unseren Erfahrungen in unterschiedlichen kommunalen und regionalen Demografie-Projekten in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen lassen sich folgende sechs Stellschrauben für ein erfolgreiches Demografie-Coaching ableiten: