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Neue Studie: Nebenkosten beim Erwerb von Wohnimmobilien

02.12.2025

In der Studie analysierte empirica den aktuellen Stand und die Entwicklung der Erwerbsnebenkosten für Käufer von Wohnimmobilien als einen wichtigen Einfluss des Wohnungsmarktgeschehens. Dabei wurde zunächst der Prozess des Eigentumsübergangs beschrieben sowie die dabei anfallenden Dienstleistungen einzelner Akteure (Notare, Makler, Immobilienverwalter) und die Höhe der jeweiligen Kosten. Ein besonderer Fokus lag dabei auf der Rolle von Immobilienmaklern. Da keine amtlichen Daten zu der für ihre Tätigkeit anfallenden Provision vorliegen, wurde im Rahmen der Studie anhand verschiedener Datensätze die Höhe der Maklerprovision analysiert. Hierfür wurde zum einen die Höhe und Entwicklung inserierter Provisionen im Zeitverlauf analysiert. Da diese jedoch nichts über die tatsächlich realisierte Provision aussagen, wurden die Untersuchungen durch eigens erhobene Befragungen von Käufern und Verkäufern von Wohnimmobilien sowie Maklern und Notaren ergänzt. Als ein zentrales Ergebnis zeigt sich dabei, dass die von Maklern tatsächlich erhobenen Provisionssätze unterhalb der öffentlich kommunizierten Sätze liegen. Dies verdeutlicht, dass es mehr Transparenz bei der Maklerprovision braucht.

Ebenfalls untersucht wurden die Auswirkungen einer gesetzlichen Änderung im Jahr 2020, wonach die Maklerprovision nur noch maximal hälftig auf Käufer umgelegt werden darf. Die in diesem Zusammenhang oft geäußerte Vermutung, dass die geringere Provision auf die Kaufpreise aufgeschlagen würde, wurde anhand einer Inzidenzanalyse untersucht. Anhand der gleichen Methodik wurden die Auswirkungen einer Absenkung der Grunderwerbsteuer auf die Kaufpreise analysiert.

Im Ergebnis zeigt sich, dass die häufig vermutete vollständige Überwälzung von Nebenkostenabsenkungen auf die Kaufpreise nicht bestätigt werden kann. Vielmehr kann aufgrund der Regressionen empirisch gezeigt werden, dass im Betrachtungszeitraum nur ein kleinerer Teil dieser eingesparten Kosten auf die Preise überwälzt wurde. Eine Senkung der Grunderwerbsteuersätze oder der Kostensätze für Notar und Grundbucheintrag könnte die Erschwinglichkeit von Wohneigentum daher nicht unerheblich verbessern.

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