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Neuer Auftrag: DGB-Index Gute Arbeit 2026 für das Land Berlin

18.05.2026

Das Land Berlin hat empirica mit der Auswertung des „DGB-Index Gute Arbeit 2026" beauftragt. Auftraggeberin ist die Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung. Berlin beteiligt sich damit zum fünften Mal seit 2018 an der Repräsentativbefragung des Deutschen Gewerkschaftsbundes — und ergänzt sie um eine eigene Aufstockungsstichprobe. Die Bearbeitung beginnt im Juli 2026.

DGB-Index 2026 mit spannenden Schwerpunkten und neuer Analyseebene

Mit der Erhebungswelle 2026 wird zum ersten Mal der Berliner Bezirk als Arbeits- und Wohnort erfasst. Der DGB-Index kann damit auch zu einem kleinräumigen Instrument werden, sofern bezirksdifferenzierte Auswertungen auch bei kleinen Fallzahlen möglich sind.

Außerdem weist die Erhebung spannende Schwerpunktthemen auf, die in der Vergangenheit noch nicht erfasst wurden. Ein großer Schwerpunkt liegt auf der Rolle der Künstlichen Intelligenz im Arbeitsalltag. Im Mittelpunkt steht die Frage, wer KI im Beruf als Ressource erlebt — als Entlastung, neue Handlungsspielräume, Weiterbildungsanlass — und wer als Belastung, etwa durch Leistungsdruck, Qualifikationsdruck oder kognitive Überforderung. Untersucht werden kann auch, welche betrieblichen Schutzfaktoren darüber entscheiden, ob KI als Chance oder als Risiko ankommt.

Ein weiteres Thema sind die Folgen des Klimawandels – etwa Hitze- für die Arbeitssituation und diesbezügliche Maßnahmen des Arbeitgebers. Solche subjektiven Belastungserfahrungen lassen sich mit kleinräumigen Klimadaten verschneiden, um körperliche Belas-tungswahrnehmung auch räumlich zu verorten.

Schwerpunkt: Subjektive Wahrnehmung und objektive Indikatoren zusammenbringen

Ein methodischer Schwerpunkt liegt darauf, die Befragungsergebnisse mit externen Datenquellen zu verschneiden: Beim Thema KI fließen berufsbezogene Expositionsmaße aus aktueller Arbeitsmarktforschung ein, beim Thema Hitze kleinräumige Klima- und Stadtstrukturdaten. Die Zeitreihe seit 2018 erlaubt es zugleich, Veränderungen in der wahrgenommenen Arbeitsqualität in den gesellschaftlichen Kontext einzuordnen.