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Auswirkungen der Mietpreisbremse

12.10.2026

Die Mietpreisbremse löst nicht das Kernproblem einer zunehmenden Knappheit an Wohnraum. Zwar wirkt sie kurzfristig mietdämpfend, führt mittel- und langfristig jedoch zu negativen Folgen für Wohnungsangebot, Investitionen und Wohnqualität. Durch ständige Verlängerung verpufft der ohnehin geringe Preisdämpfungseffekt, während die negativen Auswirkungen immer stärker zum Tragen kommen.

Selbstreferentieller Mietspiegel als Regulierungsbasis

Mietspiegel basieren zunehmend auf bereits regulierten Mieten statt auf der tatsächlichen Marktmiete. Dieser selbstverstärkende Effekt sorgt dafür, dass die Mietpreisbremse im Zeitverlauf immer restriktiver wirkt. Da gleichzeitig die Kosten steigen, führt dies zu Unwirtschaftlichkeit bei der Vermietung und einem Substanzverfall des Wohnungsbestands.

Mangelnde Verhältnismäßigkeit

Beispielrechnungen für die Top-7-Städte verdeutlichen, dass der Abstand zwischen zulässigen Mieten und Marktmieten seit 2015 kräftig ansteigt. Nicht nur für Vermieter mit steigenden Anschlusszinsen droht daher Unterdeckung. In keiner der untersuchten Modell-Wohnungen war über die letzten 10 Jahre ein vollständiger Inflationsausgleich der Nettokaltmiete möglich; die zulässigen Erhöhungen kompensieren nicht die gestiegenen Kosten.

Wohlfahrtsverluste und Suburbanisierung

Die Mietpreisbremse ist nicht kostenlos: Um Investitionsanreize zu erhalten, sind immer höhere Subventionen für Sanierung und Neubau nötig. Der ungedeckte Neubaubedarf führt in Kombination mit Baulandmangel zu einer Zersiedelung im Umland. Dies erfordert teure Investitionen in die Infrastruktur und hat negative ökologische sowie soziale Folgen.

Alternative Maßnahmen und Schlussfolgerung

Die Studie empfiehlt effektivere und kostengünstigere Alternativen zur Mietpreisbremse:

  • Angebotsseitig: Mehr Neubau durch geringere Herstellungskosten, schnellere Erteilung von Baurecht und weniger Bürgerproteste.
  • Nachfrageseitig: Gezielte Unterstützung einkommensschwacher Haushalte durch Wohngeld (Subjektförderung), statt Gießkannenprinzip durch Mietpreisbremse.

Fazit: Wohnungspolitik muss mehr verfügbaren Wohnraum schaffen und Bedürftige gezielt unterstützen. Eine dauerhafte Mietpreisbremse stabilisiert den Markt nicht, sondern verschärft die strukturellen Spannungen.