Zwischen Knappheit und Überangebot
Aktualisierte Entwicklung und Prognosen zum Wohnungsleerstand
Die vorliegenden Ist-Zahlen decken den Zeitraum 2011 bis 2024 ab, die neue Prognose beginnt mit dem Basisjahr 2024 und deckt den Prognose-Zeitraum 2025 bis 2045 ab. Die neuen Daten bauen auf einer bereinigten Bevölkerungsstatistik und einem bereinigten Wohnungsbestand auf Basis des Zensus 2022 auf. Die Methodik der Leerstandsberechnung wurde grundlegend überarbeitet. Die Basis für die vorliegende Prognose bilden die empirica Bevölkerungs-, Haushalts- und Nachfrageprognosen (siehe empirica paper 281).
Entwicklung 2011 bis 2024
Auf dem deutschen Wohnungsmarkt gab es Ende 2024 einen totalen Leerstand von 1,7 Mio. Wohnungen (Leerstandsquote: 4,0 %). Davon entfallen 963 Tsd. Einheiten auf Mehrfamilienhäuser (MFH) und 727 Tsd. auf Ein- und Zweifamilienhäuser (EZFH). Auffallend ist die strukturelle Zusammensetzung: Nur rund 40 % des Leerstands (671 Tsd. Wohnungen) sind marktaktiv, während 60 % als „sonstiger Leerstand“ gelten (z.B. Ruinen oder dysfunktionale Objekte).
Prognose bis 2045
Die Leerstandsprognose ist hochgradig Szenario-abhängig. Im mittleren Wanderungsszenario wird ab 2028 ein signifikanter Anstieg des Leerstands erwartet, der bis 2045 auf insgesamt 1,9 Mio. Einheiten anwachsen könnte. Besonders kritisch bleibt die Lage in Schrumpfungsregionen, wo die Leerstandsquote bis Mitte der 2030er Jahre die 20 %-Schwelle überschreiten kann, während das EZFH-Segment bundesweit einen kontinuierlichen Leerstandszuwachs auf niedrigerem Niveau vorweist.
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