24.10.2025 - 26. Jahrgang - 2/2025
empirica newsletter
Inhaltsverzeichnis
1. Regionaldatenbank Immobilien
► Zensus-Update
► empirica Immobilienpreisindex III/2025
► Mieten für Wohngemeinschaften in Unistädten - Wintersemester 2025
► empirica-Blasenindex 2025q2
2. Wirtschafts- und Sozialforschung
► Einsparpotenzial beim Bürgergeld?
3. Wohnungsmärkte und Wohnungspolitik
► Die Mieten sind zu hoch. Alle Mieten? Nein!
► Studie zu den Säulen der sozialen Wohnraumversorgung in Bremen
► Wirksamkeit von kommunalen Wohnungsbaugesellschaften
4. Immobilienmärkte und Nutzungskonzepte
► Zukunftsorientierte Flächenentwicklung im Kreis Unna
► Entwicklungsstrategie für den Gewerbestandort Frankfurter Osten
► Studie zur Zweckentfremdung von Wohnraum in Erfurt
5. Veranstaltungen und Prozessbegleitung
► Veranstaltung: „Wohn- und Lebenskonzepte in der Peripherie“ – Stadt-Land-Wanderungen im Fokus aktueller Forschung
► Transferwerkstatt "Kommunikation und Beteiligung in Quartieren der Städtebauförderung"
► Workshop „Bezahlbares Wohnen in Europa“ erfolgreich durchgeführt
► Werkstattgespräch "Freiflächen, Gärten und Kleingärten – Potenziale in der Städtebauförderung"
6. Regionen, Städte- und Quartiere
► "Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren" - Publikation und Dokumentation zum Innenstadtkongress
► Risikomanagement in der integrierten Quartiersentwicklung
► Auswertung des Bayerischen Städtebauförderprogramms
► „Junge Strategien für eine kreative Raumentwicklung der Region Oberlausitz-Niederschlesien“
Der empirica newsletter erscheint 3-4 mal jährlich. Er liefert Informationen aus den Bereichen Regionaldaten, Wirtschafts- und Sozialforschung, Wohnungsmärkte und Wohnungspolitik, Immobilienmärkte und Nutzungskonzepte sowie Regionen, Städte und Quartiere.
1. Regionaldatenbank Immobilien
Zensus-Update
Je länger der letzte Zensus zurückliegt, desto größer werden die Unterschiede zwischen der fortgeschriebenen und der tatsächlichen Bevölkerungszahl. Der Zensus 2022 hat hier einen wichtigen Abgleich geschaffen. Wie auch schon 2011 resultiert die Umstellung in einem Zeitreihenbruch in der amtlichen Fortschreibung. Die Zeitreihen von empirica regio weisen die Bevölkerungsentwicklung aber ohne diese Brüche aus.
Ab sofort stehen alle Demografie-Daten aktualisiert zur Verfügung. Im nächsten Schritt werden alle Leerstandsdaten sowie die Prognosen auf Basis der neuen Daten überarbeitet.
Weitere Infos: Großes Demografie Update
Kontakt: Jan Grade
empirica Immobilienpreisindex III/2025
Neue Daten
Seit der Zinswende haben sich die inserierten Kaufpreise erholt, weil die Knappheit groß war und die Erschwinglichkeit sich wieder verbessert hat: Die Zinsen sind leicht gefallen und die Einkommen ordentlich gestiegen. Mittlerweile hindert aber eine zunehmende Unsicherheit die Beseitigung der Knappheit. Durch den Verlust an Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen (Zölle, Energiepreise) drohen Einschnitte beim individuellen Haushaltseinkommen. Sei es durch weniger Überstunden, Wegfall von Zulagen, Lohnverzichte oder Arbeitslosigkeit.
Die Preise für Neubauten steigen dabei eher weiter als im Bestand, weil sie durch die (steigenden) Herstellungskosten nach unten abgesichert sind - oder erst gar nicht gebaut werden. Bei neuen ETW kommt seit Ende 2023 eine weitere Stabilisierung hinzu: die degressive AfA. Sie hat wie jede Subventionen einen preistreibenden Effekt (vgl. Steuersenkung auf Kraftstoffe á la „Tankrabatt“ oder Förderung von Wärmepumpen).
Im Bestand hängt die Preisentwicklung vor allem am Bauzustand und damit an der Energieeffizienz. Je höher der Sanierungsbedarf, desto größer ist der Preisabschlag. Vermutlich herrscht hier wegen der Unsicherheit über künftige Vorschriften und Förderung eine gewisse Übertreibung. Rein ökonomisch kann der Preisabschlag kaum größer sein als die Kosten der Sanierung.
Download: Bericht (inkl. Bestellformular und Methodik)
Kontakt: Dr. Reiner Braun
Mieten für Wohngemeinschaften in Unistädten - Wintersemester 2025
(zum Vergrößern anklicken)
Neue Daten
In Zeiten knapper Wohnungsmärkte ist es für junge Menschen besonders attraktiv, mit Hilfe von Wohngemeinschaften (WG) ihre Wohnkosten zu reduzieren. Aber was sind die üblichen Preise für das gemeinschaftliche Wohnen - was ist in meiner Stadt "teuer" und was ist "billig"?
In den Hochschulstandorten insgesamt liegt der Standardpreis zum aktuellen Semester bei 499 EUR und somit 26% (4,8% p.a.) über dem Niveau aus dem Wintersemester 2020 bzw. 18 EUR höher als im Wintersemester 2024 (+3,6% p.a.). WG-Mieten in Unistädten wurden seit dem Jahr 2012 um 74% teurer (4,2% p.a.). Demgegenüber sind die Verbraucherpreise im selben Zeitraum nur um 32% gestiegen (2,1% p.a.). Zu Beginn des Wintersemester 2025 ist der Standardpreis für ein unmöbliertes WG-Zimmer mit 750 EUR in München am höchsten, gefolgt von Hamburg (619 EUR), Berlin (600 EUR), Köln (590 EUR), dann Freiburg und Frankfurt/M. (585 & 580 EUR). Die günstigsten Angebote gibt es derzeit in Erfurt (325 EUR) sowie in Siegen und Greifswald (je 350 EUR).
Auf Basis von mehr als 100 Tsd. Mietinseraten für WG-Zimmer erstellt empirica eine Übersicht, die halbjährlich aktualisiert wird und Auskunft über die Mietpreise im WG-Segment der Unistädte gibt. Sie liefert für alle größeren Hochschulstandorte Deutschlands (über 120 Städte) Standardpreise (mittlerer 50%-Wert) sowie die Preisspanne der Warmmiete eines unmöblierten WG-Zimmers, das zwischen 10qm und 30qm groß ist.
Download: Bericht und Bestellformular
Die empirica-Preisdatenbank für Immobilienpreise reicht zurück bis ins Jahr 2004 und ist die mit Abstand größte Sammlung von Immobilieninseraten für Deutschland. Seit 2012 stützen wir unsere Analysen auf die Value Marktdatenbank, die eine stichtagsunabhängige Zufallsstichprobe mit professioneller Dopplerbereinigung (im Quer- und Längsschnitt) und expertengestützter Plausibilitätsprüfung bietet (Datensatzbeschreibung).
Weitere Infos: Mieten für WGs in Unistädten - Wintersemester 2025
Kontakt: Tim Paffrath | Dr. Reiner Braun
empirica-Blasenindex 2025q2
(zum Vergrößern anklicken)
Verbreitung der Blasengefahr stagniert, aber Brisanz sinkt weiter
Die Brisanz der Blasengefahr schrumpft, denn die Mieten steigen derzeit verbreitet schneller als die Kaufpreise – mit Ausnahme der Top7-Städte. Deswegen schrumpfen die potenziellen Preisrückschläge. Die Verbreitung dagegen ist weiterhin groß: Die Zahl bedrohter Kreise sinkt mittlerweile kaum noch.
Miete und Preis finden zueinander
Der empirica-Blasenindex zeigt die regionale Verbreitung einer Blasengefahr. Demnach stagniert zuletzt der Anteil gefährdeter Kreise. Das Rückschlagpotential zeigt die Brisanz der Blasengefahr. Sie sank seit der Zinswende kräftig, stagnierte aber zuletzt. In den Top7-Städten steigt sie sogar leicht an. Die Veränderungen sind aber alle geringer als ein Prozentpunkt. In Q2/25 hat der kumulierte Preisanstieg in den Top7-Städten noch einen Vorsprung von 30% gegenüber dem Mietanstieg. In Q1/22 lag er schon mal bei sehr hohen 49%.
Download: Bericht (inkl. Bestellformular und Methodik)
Kontakt: Dr. Reiner Braun
2. Wirtschafts- und Sozialforschung
Einsparpotenzial beim Bürgergeld?
Neues empirica-Paper
Derzeit wird in Berlin diskutiert, die Karenzzeit „Wohnen“ für Bürgergeldempfänger beizubehalten und ihre Anwendung sogar noch komplizierter zu machen: Schon seit Einführung des Bürgergelds (2023) wird die Angemessenheit der Wohnkosten im ersten Jahr des Leistungsbezugs nicht mehr geprüft, sondern Miete und Betriebskosten werden ein Jahr lang ungeprüft in voller Höhe übernommen wird. Ziel ist war es, Arbeitslose bei der Arbeitssuche zu entlasten, indem sie nicht gleichzeitig eine günstigere Wohnung suchen müssen.
Eine von empirica durchgeführte Befragung von zehn Jobcentern und Sozialämtern zeigte jedoch schon bisher ein ambivalentes Bild: Während einige die Karenzzeit als sozialen Puffer und Entlastung für Betroffene bewerteten, kritisierte die Mehrheit mangelnde Anreize zur Kostensenkung und einen hohen Verwaltungsaufwand, der Arbeitszeit von Jobcenter-Mitarbeitern binde, die ansonsten zur individuellen Unterstützung bei der Arbeitssuche eingesetzt werden könnte. Verbunden mit dem Makel, dass Langzeitarbeitslose noch schwerer in neue Jobs zu vermitteln sind, befürchten einige, dass die Karenzzeit letztlich die Jobsuche erschwere, statt sie zu erleichtern. Das neue empirica-Paper Nr. 277 - Einsparpotenzial beim Bürgergeld? Kosten und Nutzen der Karenzzeit „Wohnen“ - beschreibt die Ergebnisse der Umfrage unter Jobcentern und Sozialämtern.
Download: Einsparpotenzial beim Bürgergeld?
Kontakt: Emil Unrath | Petra Heising
3. Wohnungsmärkte und Wohnungspolitik
Die Mieten sind zu hoch. Alle Mieten? Nein!
Neues empirica-Paper
Die regulierungsbedingte Marktspaltung zwischen Mietadel und Wohnungssuchenden wird zunehmend zum Problem. Sie verursacht Lock-in-Effekte und führt zu Fehlallokation. Ohne diese Marktverzerrung wären Neuverträge mutmaßlich erheblich günstiger. Bei staatlich mitverursachter Explosion der Neubaumieten kann kaum so viel gebaut werden, um diesen Missstand zu kompensieren. Mieterschutz ist richtig und wichtig. Wenn aber „gut gemeint“ zu „schlecht gemacht“ mutiert, werden Reformen zur Pflicht.
Der beste Schutz vor zu hohen Mieten ist es, ausreichend bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, der auch verfügbar ist. Verfügbar wird dieser Wohnraum entweder über Neubau oder über freigezogene Bestandswohnungen und deren jeweiligen Sickereffekte. Überzogener Mieterschutz im Bestand senkt dagegen die Umzugsbereitschaft und führt zu einer nicht rechtfertigbaren Ungleichbehandlung junger und mobiler Haushalte, allen voran Familien. Eine geringere oder bessere Regulierung der Bestandsmieten könnte Fehlallokation verringern und damit auch den Druck auf die Neuvertragsmieten senken. Natürlich darf der Übergang zu einem gerechteren System sozialpolitisch nicht einfach so vollzogen werden. Für einkommensschwächere Bestandsmieter braucht es gezielte Lösungen.
Klar ist: Mit Neubau allein werden wir den Wohnungsmarkt nicht wieder ins Lot bringen. Auch die alleinige Regulierung von Neuvertrags- und Neubaumieten wird das Problem nicht beheben, denn dies würde Investitionen stoppen und den Zustand des Wohnungsbestands langfristig verschlechtern.
Weitere Infos: Die Mieten sind zu hoch. Alle Mieten? Nein!
Kontakt: Dr. Reiner Braun
Studie zu den Säulen der sozialen Wohnraumversorgung in Bremen
Neue empirica-Studie
Für die Stadt Bremen erarbeitet empirica eine vertiefende Studie zu den Instrumenten der Wohnraumförderung, dem Wohngeld und den Kosten der Unterkunft. Betrachtet werden jeweils aktuelle Herausforderungen und mögliche Optimierungsansätze, u.a. die Steuerungsmöglichkeiten durch die Festlegung künftiger Einkommensgrenzen, die mögliche räumliche Festlegung von Quotierungen, die Belegung geförderter Wohnungen sowie Optimierungsansätze im Umgang mit Wohngeldleistungen.
Kontakt: Timo Heyn | Thomas Abraham | Marco Schmandt
Wirksamkeit von kommunalen Wohnungsbaugesellschaften
Neuer Auftrag
Der niedersächsische Landkreis Grafschaft Bentheim hat bei empirica eine Untersuchung zur Wirksamkeit von kommunalen Wohnungsbaugesellschaften für den kommunalen Wohnungsbau und den kommunalen sozialen Wohnungsbau beauftragt. Ziel der Studie ist es, fundierte Erkenntnisse und praxisnahe Handlungsempfehlungen für den Landkreis Grafschaft Bentheim und die kreisangehörigen Kommunen zu erarbeiten, um die Bereitstellung von Wohnraum effektiv zu gestalten. Dabei werden wirtschaftliche, rechtliche und organisatorische Aspekte analysiert und bewertet. Die Studie wird in Kooperation mit dem Anwaltsbüro Dr. Baden & Kollegen Rechtsanwälte erarbeitet.
Kontakt: Thomas Abraham | Philipp Schwede
4. Immobilienmärkte und Nutzungskonzepte
Zukunftsorientierte Flächenentwicklung im Kreis Unna
Neuer Auftrag
Mit dem 5-StandorteProgramm unterstützt die Landesregierung NRW die fünf besonders von der Beendigung der Kohleverstromung betroffenen Steinkohlekraftwerksstandorte Duisburg, Gelsenkirchen, Hamm, Herne und den Kreis Unna im Ruhrgebiet. Ziel ist es, Innovationskraft, Klimaschutz und Nachhaltigkeit zu stärken, attraktive Wirtschaftsflächen für Unternehmen zu entwickeln und damit gut bezahlte Arbeitsplätze und neue Wertschöpfung zu schaffen. Im Handlungsfeld Nachhaltige und zielgerichtete Flächenentwicklung hat der Kreis Unna empirica mit einer Analyse und Konzeption für eine zukunftsorientierte gewerbliche Flächenentwicklung von Brachflächen im Kreis beauftragt. In Kooperation mit der Form Follows You GmbH werden geeignete Flächen im Kreis Unna gesucht und basierend auf den Standortqualitäten und spezifischen Möglichkeiten vor Ort Nutzungs- und Umsetzungskonzepte erarbeitet.
Kontakt: Thomas Abraham | Philipp Schwede | Martin Stenzel
Entwicklungsstrategie für den Gewerbestandort Frankfurter Osten
Neuer Auftrag
Der Gewerbe- und Industriestandort Frankfurter Osten ist durch komplexe Problemlagen gekennzeichnet, verfügt aber gleichzeitig über erhebliche Entwicklungspotenziale. empirica erarbeitet daher im Auftrag der Wirtschaftsförderung Frankfurt eine Entwicklungsstrategie für den Frankfurter Osten. Diese bildet die Grundlage für die zukunftsgerichtete Weiterentwicklung des Gewerbestandorts Frankfurter Osten und dient sowohl dazu, den Erfolg der ansässigen Unternehmen zu unterstützen als auch den Wirtschaftsstandort Frankfurt am Main insgesamt zu stärken. Die Entwicklungsstrategie ist kooperativ und dialogorientiert angelegt. Die Akteure werden durch Workshopformate, Interviews und durch Onlinebefragungen von Unternehmen und Grundstückseigentümern eingebunden.
Kontakt: Ludger Baba | Thomas Abraham
Studie zur Zweckentfremdung von Wohnraum in Erfurt
Neuer Auftrag
Im Auftrag der Landeshauptstadt Erfurt untersucht empirica den Umfang der Zweckentfremdung von Wohnraum durch Ferienwohnungen sowie die Auswirkungen dieser auf die Immobilienpreise. In einem weiteren Arbeitsschritt erarbeitet empirica methodische und technische Grundlagen, damit die Landeshauptstadt die Zahl der Ferienwohnungen eigenständig erheben kann.
Kontakt: Dr. Benjamin Otto | Ludger Baba
5. Veranstaltungen und Prozessbegleitung
Veranstaltung: „Wohn- und Lebenskonzepte in der Peripherie“ – Stadt-Land-Wanderungen im Fokus aktueller Forschung
Abschlussveranstaltung am 30.10.2025
Die Fachtagung im Ernst-Reuter-Haus in Berlin informiert über die aktuellen Forschungsergebnisse der Studie. Ausgangspunkt der Studie waren die zunehmenden Binnenwanderungsgewinne in ländliche Städte und Gemeinden in den vergangenen Jahren. Verstärkt durch Corona und Homeoffice reicht die neue „Landlust“ inzwischen bis in periphere Räume. Im Forschungsvorhaben wurden Ursachen, Motive und räumliche Auswirkungen dieser Stadt-Land-Wanderungen untersucht. Ziel war es, Faktoren zu identifizieren, die auch kleinen Städten und Gemeinden neue Chancen als attraktive Wohn- und Lebensorte eröffnen.
Melden Sie sich hier an: Anmeldung
Download: Programm
Weitere Infos: Wohn- und Lebenskonzepte in der Peripherie
Kontakt: Ludger Baba | Katrin Wilbert | Benjamin Otto
Transferwerkstatt "Kommunikation und Beteiligung in Quartieren der Städtebauförderung"
Dialogorientierte Verfahren sind eine zentrale Säule der Stadtentwicklung – in allen Programmgebieten der Städtebauförderung. Sie ermöglichen es, Bedürfnisse und Interessen der Bewohnerschaft frühzeitig aufzugreifen, Planungen transparent zu machen, Konflikte auszuhandeln und die Bevölkerung als aktive Partnerinnen und Partner in städtebauliche Maßnahmen einzubinden. Die programmübergreifende Transferwerkstatt am 27. Juni 2025 bot wissenschaftliche Erkenntnisse, Praxiserfahrungen und Hinweise zu konkreten Instrumenten der Bürgerbeteiligung und Kommunikation. Neben Grundsätzen der zielgerichteten Kommunikation wurden Erfahrungen zu den Themen Bürgerräte, ko-produktive Stadtentwicklung, Methoden der Kinder- und Jugendbeteiligung und zur Urbanen Liga als besondere Form der Beteiligung junger Menschen in der Stadtentwicklung geteilt.
Weitere Infos: Städtebauförderung - Kommunikation und Beteiligung in Quartieren der Städtebauförderung
Kontakt: Timo Heyn | Meike Heckenroth | Franka Birkenbach
Workshop „Bezahlbares Wohnen in Europa“ erfolgreich durchgeführt
Der Workshop „Bezahlbares Wohnen in Europa“ im Auftrag der ESPON-Kontaktstelle im Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) fand am 04. September 2025 in München statt. Ziel des Workshops war es, die Ergebnisse des Forschungsprojekts „House4All“ - „Zugang zu bezahlbarem und qualitativ hochwertigem Wohnraum für alle Menschen“ des europäischen Forschungsnetzwerks für Raumentwicklung und territorialen Zusammenhalt (ESPON) bekannt zu machen. Die rund 65 Teilnehmenden kamen aus den Bereichen Immobilienwirtschaft, Immobilienverbände, Baufinanzierer, Kommunen und Wissenschaft sowie Journalisten. Die Moderation übernahm Dr. Reiner Braun, Vorstand der empirica ag.
Weitere Infos: BBSR-ESPON-Workshop „Bezahlbares Wohnen in Europa"
Kontakt: Dr. Reiner Braun | Julia Kemper | Luise Troeder
Werkstattgespräch "Freiflächen, Gärten und Kleingärten – Potenziale in der Städtebauförderung"
Vor dem Hintergrund der Herausforderungen zur Klimaanpassung und zum Klimaschutz, einem wachsenden Flächendruck in den Großstädten und dem wachsenden Bedarf nach Begegnungsorten in der Stadt rücken Grünräume in den Fokus der Quartiersentwicklung. Denn urbane Gärten, Freiflächen und Grünräume tragen wesentlich zu einer nachhaltigen Stadt- und Quartiersentwicklung bei: Sie bieten Erholung und Begegnung, stärken soziale Teilhabe, fördern Umweltbildung und können einen wichtigen Beitrag zu Klimaschutz und Klimafolgenanpassung leisten.
Im digitalen Werkstattgespräch 12. Juni 2025 stand das Thema „Freiflächen, Gärten und Kleingärten“ im Mittelpunkt, insbesondere mit Blick auf deren Entwicklungspotenziale im Rahmen der Städtebauförderung. Programmübergreifend tauschten sich die Teilnehmenden zu den Herausforderungen und Erfolgsfaktoren aus. Praxisbeispiele aus Braunschweig, der Lutherstadt Wittenberg und der Hansestadt Bremen gaben konkrete Einblicke dazu, wie mit den Handlungserfordernissen umgegangen werden kann.
Weitere Infos: Dokumentation des digitalen Werkstattgesprächs "Freiflächen, Gärten und Kleingärten – Potenziale in der Städtebauförderung"
Kontakt: Timo Heyn | Meike Heckenroth | Teresa Tonndorf
6. Regionen, Städte und Quartiere
"Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren" - Publikation und Dokumentation zum Innenstadtkongress
Neue empirica-Studie
Am 27. und 28. Mai 2025 veranstaltete das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) gemeinsam mit dem Beirat Innenstadt den Innenstadtkongress „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ in Essen. Anlässlich des Kongresses ist die Broschüre zum Bundesprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ (ZIZ) erstellt worden. Die Broschüre bietet praxisnahe Einblicke in Maßnahmen vor Ort, die von neuen Nutzungskonzepten zur Stärkung der städtischen Zentren als lebendige, multifunktionale Räume für Wohnen, Arbeiten, Kultur und Begegnung über kreative Zwischennutzungen bis hin zu Klimaanpassungsstrategien reichen. .
Publikation: ZIZ – Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen
Dokumentation: ZIZ – Dokumentation Innenstadtkongress
Kontakt: Julia Kemper
Risikomanagement in der integrierten Quartiersentwicklung
Neues empirica-Paper
Die Häufung an Krisenerfahrungen und die absehbare Zunahme an klimabedingten Stressen und Katastrophen bindet zunehmend die Aufmerksamkeit der an Stadtentwicklung beteiligten kommunalen Fachbereiche. Allerdings bleibt in der Diskussion um entsprechende Risiken und resultierende Managementaufgaben die Bedeutung kleinräumiger Unterschiede in verschiedenen Quartieren und Nachbarschaften der Städte meist noch unberücksichtigt. Mit dem Beitrag geht es darum, die Aufmerksamkeit auf städtische Teilräume zu lenken und die Relevanz des Risikomanagements auf der Ebene von integrierten Ansätzen der Quartiersentwicklung zu verdeutlichen. Neben empirischen Befunden erhöhter multipler Risiken in sozial belasteten Quartieren geht es um das Potenzial, dass insbesondere geförderte integrierte Quartiersentwicklungsansätze für die Einbettung von Ansätzen des Risikomanagements bieten.
Download: Risikomanagement in der integrierten Quartiersentwicklung
Kontakt: Timo Heyn
Auswertung des Bayerischen Städtebauförderprogramms
Neuer Auftrag
Der Freistaat Bayern hat neben dem Bund-Länder-Städtebauförderprogramm seit 1974 ein eigenes Landesprogramm der Städtebauförderung ausschließlich mit Landesmitteln. Neben Gesamtmaßnahmen werden auch städtebauliche Einzelvorhaben gefördert. Darüber hinaus werden mit wechselnden Förderinitiativen inhaltliche Schwerpunkte gesetzt wie beispielsweise die Schaffung von Wohnraum in leerstehenden innerörtlichen Gebäuden oder Maßnahmen der klimagerechten Innenentwicklung.
empirica wurde mit der Evaluation des Bayerischen Städtebauförderprogramms beauftragt. Zielsetzung ist es, die Wirkungen auf der kommunalen Ebene sowie die Zielerreichung auf der Ebene des Bayerischen Landesprogrammes zu analysieren und zu bewerten. Die Evaluation soll auch vertiefende Erkenntnisse über die Umsetzung vor Ort liefern. Methodisch basiert die Evaluation auf Datenanalysen, Befragungen, Experteninterviews und Fallstudien.
Kontakt: Ludger Baba | Katrin Wilbert
„Junge Strategien für eine kreative Raumentwicklung der Region Oberlausitz-Niederschlesien“
Neuer Auftrag
empirica unterstützt den Regionalen Planungsverband Oberlausitz-Niederschlesien bei der wissenschaftlichen Analyse von Umfragedaten und der Begleitung von Austauschformaten mit jungen Menschen. Die Analysen und Workshops bilden eine Grundlage für die Erstellung des Strategischen Regionalentwicklungskonzepts. Ziel ist es, die Bedürfnisse junger Menschen stärker in der Regionalplanung zu berücksichtigen.
Weitere Infos: Regionaler Planungsverband Oberlausitz-Niederschlesien: "RegioStrat" 2024 - 2026
Kontakt: Julia Kemper | Alexander Raetz | Teresa Tonndorf | Franka Birkenbach







