Neubau von altersgerechten Wohnungen – Beitrag zur Versorgungssituation
Wirtschafts- und Sozialforschung
2024 – 2025
Im Zuge des demografischen Wandels wächst die Zahl älterer Menschen in Deutschland kontinuierlich, wodurch altersgerechter Wohnraum zunehmend an Bedeutung gewinnt. Allerdings ist weder der Begriff „altersgerecht“ in baulicher Hinsicht noch die Zielgruppe altersgerechter Wohnungen einheitlich definiert. Die vorliegende Studie konzentriert sich auf die baulichen Aspekte. Frühere Untersuchungen zeigen, dass insbesondere bezahlbarer altersgerechter Wohnraum im Neubau wie auch im Bestand knapp ist und ein hoher Bedarf besteht.
Ziel der Studie war es, das aktuelle Neubauangebot und das Nachfragepotenzial altersgerechter Wohnungen sowie deren zukünftige Entwicklung zu analysieren. Zudem wurden die Anbieterstrukturen und die Bedeutung altersgerechten Neubaus innerhalb der Unternehmen untersucht. Das Forschungsprojekt ging der Frage nach, inwieweit der bestehende und künftige Neubau einen wesentlichen Beitrag zur Wohnraumversorgung älterer und mobilitätseingeschränkter Menschen leisten können und welche Maßnahmen geeignet sind, den altersgerechten Neubau zu stärken.
Die Untersuchung beinhaltete zentrale Analysen zur gegenwärtigen und zu erwartenden quantitativen und qualitativen Angebots- und Nachfrageentwicklung altersgerechter Wohnungen. Es wurden sekundäranalytischen Auswertungen des wissenschaftlichen Diskurses sowie eine Analyse geeigneter Datenquellen (u.a. Mikrozensus) durchgeführt. Ergänzend wurde eine bundesweit repräsentative Online-Befragung von Anbietern altersgerechter Wohnungen umgesetzt. Die Ergebnisse wurden in Experteninterviews vertieft. Auf dieser Grundlage wurden drei Entwicklungsszenarien zur Angebots- und Nachfrageentwicklung erstellt.
- Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung