Wohn- und Lebenskonzepte in der Peripherie

Regionen, Städte und Quartiere

2024 – 2025

Der viel beschriebene Trend raus aufs Land ist nicht neu. Allerdings ist noch nicht hinreichend analysiert, aus welchen Gründen kleine Städte und Gemeinden in peripheren Regionen profitieren. Im Auftrag des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung hat empirica die aktuellen „Stadt-Land-Wanderungen“ erforscht, um diese besser zu verstehen. Hierbei ging es um Ursachen, Motive und räumliche Auswirkungen von Menschen, die aufs Land gezogen sind.
Wohn- und Lebenskonzepte in der Peripherie

Der viel beschriebene Trend ‚raus aus den Städten‘ ist - versteht man darunter die negativen Binnenwanderungssalden der größeren Städte - kein neuer. Erste Suburbanisierungstendenzen waren in den alten Bundesländern bereits Mitte der 1960er Jahre erkennbar, damals als „Stadtflucht“ bezeichnet. Das gilt auch für die aktuelle Wanderungsbewegungen von den Städten in die ländlichen Räume, wenngleich hier neuer Treiber (z.B. Digitalisierung, neue Wohnformen) und die demografischen Effekte (Abnahme mobiler Altersgruppen) zu beachten sind. Das BBSR hat ein Konzept entwickelt, die potenzielle „Sehnsuchtsorte“ auf dem Land indikatorenbasiert identifiziert.

Zentrales Ziel des Forschungsprojektes war es, die „aktuellen Stadt-Land-Wanderungen“ besser zu verstehen und das Konzept der Sehnsuchtsorte auf Basis der Ergebnisse weiterzuentwickeln. Dafür wurden die aktuellen kleinräumigen Wanderungsbewegungen detailliert analysiert, Cluster von kleinen Städten und Gemeinden in Abhängigkeit ihrer Wanderungsgewinnen bzw. -verluste gebildet, zehn Fallstudien inkl. schriftlicher Befragung der zugezogenen Haushalte sowie Expertengespräche durchgeführt.

Auftraggeber
  • BBSR - Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung

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