Wohnungsangebot für arme Familien in Großstädten

Wohnungsmärkte und Wohnungspolitik

2013

empirica hat für die Bertelsmann Stiftung untersucht, wie gut einkommensarme Familien in den 100 größten deutschen Städten mit familiengeeignetem Wohnraum versorgt sind. Im Mittelpunkt standen dabei die Verfügbarkeit und Finanzierbarkeit von Wohnungen für arme Familien, ein bundesweiter Vergleich besonders angespannter Wohnungsmärkte sowie die Frage, wie stark hohe Wohnkosten Armut verschärfen. Außerdem wurde analysiert, in welchen Städten arme Familien räumlich auf wenige Quartiere beschränkt sind und welche Faktoren Verdrängungsprozesse fördern oder bremsen.
Wohnungsangebot für arme Familien in Großstädten

Armut ist ein Entwicklungsrisiko für Kinder, welches sich auf unterschiedliche Lebensbereiche auswirkt und langfristige Folgen hat. Im Lebensverlauf geht ein frühes Armutserleben häufig mit Benachteiligungen für Bildung und Gesundheit einher, das heißt, in der Kindheit erlebte Armut verringert ein Leben lang die Teilhabechancen.

 

Die Studie geht dabei über eine reine Einkommensbetrachtung hinaus: Sie setzt regionale Armutsschwellen, Wohnkosten und Wohnungspreise zueinander in Beziehung und fragt konkret, welche Möglichkeiten arme Familien bei der Wohnungswahl haben, wie weit sie gegebenenfalls ins Umland ausweichen müssen und wie viel Budget ihnen nach Abzug der Miete zum Leben bleibt. Datengrundlage waren unter anderem eine Sonderauswertung des Mikrozensus sowie die empirica-Preisdatenbank.

Auftraggeber
  • Bertelsmann Stiftung

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