Risikomanagement in der integrierten Quartiersentwicklung im Rahmen des Forschungsverbundprojektes INCREASE:

Regionen, Städte und Quartiere

2021 – 2025

empirica hat im Rahmen des Forschungsprojekts INCREASE: Inclusive and integrated Multi-Hazard Risk Management and Engagement of Volunteers to increase Societal Resilience in times of changing Climates, zwei Teilvorhaben entwickelt. Zunächst hat empirica mit iranischen Partnern integrierte Anreizstrategien zur Verbesserung der Resilienz von Wohngebäuden gegenüber Naturkatastrophen analysiert. In einem zweiten Teil erfolgen Analysen und Strategien zum Risikomanagement in der integrierten Quartiersentwicklung.
Risikomanagement in der integrierten Quartiersentwicklung im Rahmen des Forschungsverbundprojektes INCREASE:

Das Forschungsprojekt INCREASE wurde zunächst mit iranischen Partnern an Herausforderungen der Stadtentwicklung Tehran im Umgang mit Risiken durch Naturkatastrophen entwickelt. Bis zu dem aus politischen Gründen erforderlichen Abbruch der Kooperation mit den iranischen Partnern hat empirica anhand von Szenarien die Risiken für Wohngebäude exemplarisch in einem ausgewählten Wohnquartier mit einer hohen Wohndichte, einem gering sanierten Wohnungsbestand aus den 50er bis 60er Jahren und einem hohen Anteil an geringvierdienenden Haushalten analysiert. Zudem erfolgten Analysen zu den ökonomischen Rahmenbedingungen, die einer Nachrüstung der Wohngebäude für einen erdbebensicheren Standard entgegenstehen. Auf dieser Grundlage erfolgen Modellrechnungen zu möglichen Anreizstrategien, um die wirtschaftlichen Hemmnisse überwinden zu können.

In einem zweiten Teil des Vorhabens erfolgten Analysen zu der besonderen Risikobelastung von benachteiligten Quartieren in Deutschland, die Programmgebiete des Städtebauförderungsprogramms Sozialer Zusammenhalt sind. Neben einer überdurchschnittlichen hohen Vulnerabilität der Bewohnerschaft, bestehen höhere Risiken etwa durch Hitzebalastungen aber auch andere Naturkatastrophen oder weiterte Katastrophenfälle wie Stromausfälle oder auch Sabotageakte bis hin zu Epidemien. Auf der Grundlage der Sichtung von Risiken wurden strategische Maßnahmen abgleitet, wie ein Risikomanagement in integrierte Entwicklungsansätze von Quartieren eingebunden werden können.

Zudem erfolgte anstelle des geplanten Feldaufenthaltes im Iran eine Exkursion nach Bischkek in Kirgistan und Almaty in Kasachstan, wo auf Workshops mit Partnern vor Ort sowie auf mehreren Exkursionen die Herausforderungen der Stadtentwicklung im Umgang mit Risiken durch Naturkatastrophen bearbeitet wurden.

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