Produkt: Prognosen
Wohnungsmärkte und Wohnungspolitik
Laufzeit: laufend
Warum braucht es Prognosen?
Prognosen sind die Grundlage vieler kommunaler und regionaler Planungsentscheidungen – von der Baulandausweisung über die Schulinfrastrukturplanung bis hin zu Pflege- und Seniorenangeboten, die zunehmend an Bedeutung gewinnen. Überall dort, wo heute langfristige Investitionen geplant werden, braucht es ein belastbares Bild der zukünftigen Nachfrage.
Die aktuelle Lage macht das besonders anspruchsvoll:
- Geringe Anschlussfähigkeit von offiziellen Prognosen: Niveau und Entwicklungspfad aus der amtlichen Fortschreibung und die Einschätzung vor Ort liegen nach zwei Zensusbrüchen vielerorts erheblich auseinander. Die offiziellen Prognosen sind daher nicht ohne weiteres an lokale Planungen anschlussfähig.
- Mehrere Sondereffekte wirken gleichzeitig: Stark schwankende Kohortengrößen, veränderte Wanderungsmuster sowie geopolitische und konjunkturelle Einflüsse überlagern die Grundtrends und machen eine mechanische Fortschreibung unzuverlässig.
Gerade angesichts dieser Unsicherheit sind Prognosen keine moderne Kristallkugel. Außerdem beeinflusst Politisches Handeln, ob die Annahmen einer Prognose tatsächlich eintreffen. Bei Infrastrukturplanungen wird das besonders sichtbar: Das Angebot wirkt auf die Entwicklung des Bedarfes zurück, die es eigentlich decken soll.
Stattdessen sind Prognosen Wegweiser: als fundierte Wenn-dann-Analysen zeigen sie, was passiert, wenn bestimmte Annahmen eintreffen. Das ist keine Einschränkung, sondern eine Stärke – denn in Kombination mit unserer sonstigen Analyse und Beratung lässt sich so ableiten, welche Entwicklungspfade überhaupt möglich sind und was Politik tun muss, um einen gewünschten Pfad zu erreichen.
Was empirica macht
Kommunale Bevölkerungsprognosen
Wir prognostizieren Einwohnerzahlen nach Alter und Geschlecht – für Städte, Gemeinden und Landkreise, sowohl gesamträumlich als auch kleinräumig differenziert. Wir arbeiten mit Kohorten-Komponenten-Modellen, erstellen auf Wunsch gerne auch mehrere Szenarien und legen unsere Annahmen umfangreich dar. Als Datengrundlage für die Annahmensetzung dienen entweder die Daten der statistischen Ämter oder die Daten der eigenen Einwohnermelderegister – Kombinationen sind natürlich auch möglich. Durch sorgfältige Analyse rechnen wir Sondereffekte (durch Fluchtzuwanderung, Registerbereinigung, geballte Baulandausweisung oder wirtschaftliche Umbrüche) heraus und identifizieren Trendbrüche und absehbare Pendelbewegungen.
Haushalts- und Wohnungsnachfrageprognose
Aus der Bevölkerungsentwicklung leiten wir die Zahl und Struktur zukünftiger Haushalte ab – differenziert nach Altersstruktur, Haushaltsgröße und Wohnform. Daraus ergibt sich die Wohnungsnachfrage nach Teilmärkten. Neben den quantitativen Bedarfen berechnen wir auch qualitative Zusatznachfrage und dröseln die verschiedenen Komponenten in der Darstellung sorgfältig auf. Auf Wunsch können wir hier auch auf Bevölkerungsprognosen aufbauen, die wir im ersten Schritt nicht selbst erstellt haben.
Bundesweite Analysen
Über einzelne Kommunen und Regionen hinaus führen wir auch bundesweite Analysen durch – zu langfristigen Entwicklungen der Bevölkerung, Wohnflächenbedarfen oder der absehbaren Zahl der Pflegebedürftigen (hier geht´s zu empirica-regio).
Was empirica auszeichnet
- Demografische Expertise: Wir schreiben nicht einfach fort – wir interpretieren. Nach über 30 Jahren Prognose-Arbeit haben wir alles schon gesehen und nutzen dieses Wissen um wirklich belastbare Prognosen zu erstellen und nicht einfach nur bloße Rechenübungen.
- Fundierte Annahmensetzung statt Off-the-Shelf: Jede Prognose beginnt bei uns mit einer genauen Analyse der Ausgangslage Ihrer Gemeinde oder Region – nicht mit einem Standardsatz an Annahmen. Das macht die Ergebnisse vor Ort anschlussfähig und steigert die Aussagekraft.
- Verknüpfung mit Beratung: Prognosen sind bei uns nicht das Ende, sondern der Anfang. Aufbauend auf den Ergeb-nisse erstellen wir Wohnungsmarktkonzepte, Baulandbedarfsanalysen oder Infrastrukturkonzepte – und arbeiten mit Ihnen die politischen Implikationen heraus.
- Großstädte bis kleine Landgemeinden, Landkreise, Bundes- und Landesministerien