Wohnimmobilien zur Altersvorsorge - Worauf muss man achten?
Wirtschafts- und Sozialforschung
2013
Derzeit herrscht Anlagenotstand. In der Folge ist die Nachfrage nach (deutschen) Wohnimmobilien als Kapitalanlage, aber auch zur Selbstnutzung so hoch wie lange nicht. Die Immobilieneigentümerinnen und -eigentümer sehen das genauso, weswegen das Angebot aus dem Bestand gering ist. Im Ergebnis steigen die Preise für Eigentumswohnungen und Eigenheime nach Jahren der Stagnation deutlich an. Diese Entwicklung wird überlagert durch Engpässe am Wohnungsmarkt. Trotz steigender Wohnungsnachfrage infolge einer wachsenden Zahl privater Haushalte wurden in den letzten zehn Jahren bei weitem zu wenige Wohnungen neu gebaut. Auch diese Mixtur führt zu steigenden Preisen: bei Kapitalanlage-Wohnungen, aber auch bei Mieten und Einfamilienhäusern.
Im Ergebnis wurde z.B. von der Deutschen Bundesbank bereits vor Preisblasen gewarnt. Im internationalen Vergleich der einschlägigen Indikatoren sind solche Warnungen noch unbegründet. Der Wohnungsmarkt wird allerdings regional immer differenzierter – sowohl in puncto Preise und quantitativer Nachfrage (Binnenwanderung, Bevölkerungsschrumpfung), aber auch in puncto qualitativer Nachfrage (Wohnungsgröße, Ausstattung, Bauart). Zur Beurteilung der Immobilie als Altersvorsorge sind daher regionale Indikatoren für verschiedene Marktsegmente erforderlich. Die Studie stellt die relevanten Parameter sowie die aktuellen Chancen und Risiken vor und beschreibt deren künftige Entwicklung (wo und wie wollen die Deutschen wohnen, wo drohen Leerstände und Preisverfall).
- Deutsches Institut für Altersvorsorge (DIA)