Beitrag des Eigenheimbaus zur Wohnraumversorgung in NRW

Wohnungsmärkte und Wohnungspolitik

2014 – 2016

Im Auftrag der LBS Westdeutsche Landesbausparkasse hat empirica untersucht, wie der Neubau von Eigenheimen über Umzugsketten („Sickereffekte“) die Wohnraumversorgung in NRW beeinflusst und inwieweit dadurch auch Wohnraum für Mieterinnen und Mieter sowie Geringverdienende frei wird.
Beitrag des Eigenheimbaus zur Wohnraumversorgung in NRW

Der Sickereffekt besagt: Wenn gut verdienende Haushalte hochwertigere Wohnungen beziehen, machen sie anderswo eine weniger hochwertige (Miet-)Wohnung frei. Dort ziehen Haushalte aus noch kleineren oder schlechteren Wohnungen ein. Am Ende dieser Sickerketten stehen immer auch einkommensschwächere Haushalte. Insgesamt wurden 32 lange Sickerketten in drei Stadtregionen nachverfolgt. Bei der Regionenauswahl wurde versucht, unterschiedliche Wohnungsmarktkonstellationen zu repräsentieren: von globaler Knappheit (Region Köln) über punktuelle Knappheit (Region Münster) bis hin zu Überschüssen (Region Dortmund). Die Ergebnisse der Studie beschreiben eher eine Untergrenze der tatsächlichen Wirkungsgewalt von Sickereffekten. Denn in der Gesamtheit aller Städte und Regionen – insbesondere in Schrumpfungsregionen – wird der Sickereffekt eher schneller wirken und schon nach weniger Umzugsketten auch Geringverdiener erreichen als in den Knappheitsstädten Münster oder Köln.

Auftraggeber
  • LBS Westdeutsche Landesbausparkasse

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