Evaluation Wohnungsbauprämie

Wohnungsmärkte und Wohnungspolitik

2017 – 2018

empirica untersuchte im Auftrag des Verbandes der privaten Bausparkassen die Wirkungen der Wohnungsbauprämie (WoP).
Evaluation Wohnungsbauprämie

Die Wohnungsbauprämie (WoP) stand auf dem Prüfstand des Bundesfinanzministeriums. Im Bericht des Spending Review vom Februar 2017 gelang es jedoch nicht, „die Wirkungen der Prämie vollständig abzuschätzen“.

Das Ziel der WoP besteht darin, den „umfangreicheren, früheren und solideren Erwerb von Wohneigentum“ zu fördern, wobei „der möglichst frühzeitige Beginn eines zweckentsprechenden, zielgerichteten Vorsparprozesses“ als Zwischenziel verfolgt wird. Die Evaluation der WoP prüfte demnach auf Ebene der Privathaushalte,

1. ob die Prämie zu einer Erhöhung der Sparquote / Vermögen führt und

2. ob dieses (höhere) Vermögen zweckgerichtet dem (frühzeitigeren) Erwerb von Wohneigentum dient.

Aus der aggregierten Veränderung der Wohneigentumsquote können dagegen keine Rückschlüsse auf die Wirksamkeit der WoP gezogen werden, weil diese Größe von einer Vielzahl weiterer Faktoren abhängt (z.B. Zinsniveau, Kaufpreis-Einkommens-Verhältnis, Baulandangebot, demographische Effekte, Mietwohnungsmarkt-/recht).

Da das Sparen und die Wirkung einer Sparförderung ein dynamischer Prozess ist, müssen für eine Evaluation der WoP streng genommen Längsschnittdaten zur Verfügung stehen – also Daten, die über das Verhalten von Haushalten im Zeitablauf berichten. Unter bestimmten Bedingungen können hilfsweise aber auch Querschnittsdaten herangezogen werden – also Daten, die über das Verhalten von Haus-halten nur zu einem Zeitpunkt berichten. Dies ist möglich, wenn durch kombinierte Betrachtung zweier Querschnittsdatensätze so genannte Pseudopanels erstellt werden (EVS 1993 und 1998) oder wenn innerhalb der Querschnittsdaten Variablen über die Vergangenheit zur Verfügung stehen (EVS 2013).

Auftraggeber
  • Verband der privaten Bausparkassen

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