Fachliche Auswertung der BULE-Fördermaßnahme „Soziale Dorfentwicklung“
Regionen, Städte und Quartiere
2020 – 2022
Treffpunkte und Möglichkeiten zu Begegnung und Austausch werden in vielen Dörfern seltener. Hier setzte die soziale Dorfentwicklung an: Im Zentrum stand das soziale Miteinander in den Dörfern, konkret Begegnungen zwischen Generationen und unterschiedlichen Gruppen sowie ehrenamtliches Engagement in Nachbarschaftshilfe oder Vereinen. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat in den Jahren 2016 bis 2021 im Rahmen des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung 36 Modellvorhaben dabei unterstützt, neue Wege für ein aktives soziales Miteinander in ländlichen Räumen auszuprobieren und zu gestalten.
empirica hat die fachliche Auswertung der BULE-Fördermaßnahme durchgeführt. Ziel war es, Erkenntnisse für die künftige Politikgestaltung und praktische Empfehlungen für weitere Akteure vor Ort zu erarbeiten. Methodisch basierte die Evaluation auf einer Dokumenten- und Literaturanalyse, schriftlichen Befragung, Telefon-interviews, vor Ort Besuchen sowie Workshops.
Im Ergebnis zeigte sich, dass es nicht die eine richtige Maßnahme oder den einen richtigen Weg gibt, um den sozialen Zusammenhalt und das Miteinander sowie die Eigenverantwortung der Dorfbevölkerung zu fördern. Vielmehr reicht die Bandbreite von investiven Maßnahmen, Maßnahmen zur Stärkung von Engagement und zum Aufbau von (Hilfs-)Angeboten über Empowerment bis hin zu digitalen Maßnahmen. Der Erfolg liegt nicht in der Umsetzung einer einzigen Maßnahme, sondern in der Kombination unterschiedlicher Ansätze. Die Erfahrungen der BULE-Vorhaben zeigen, welche Faktoren zum Erfolg sozialer Dorfentwicklungsmaßnahmen führen. Hierzu zählen die Stärkung von endogenen Potenzialen und des ehrenamtlichen Engagements sowie die Aufwertung von Begegnungsorten durch bauliche Maßnahmen und das Schaffen von Anlässen.
- Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)