Denkpapier JUNG KAUFT ALT
Wohnungsmärkte und Wohnungspolitik
2021
Viele kommunale Förderprogramme der Kategorie „Jung kauft Alt“ haben zum Ziel, den sogenannten Donut-Effekt zu vermeiden. Damit ist der Neubau am Ortsrand gemeint, soweit er zu innerörtlichen Leerständen führt. Dieses Denkpapier versucht, das bundesweite Potenzial für „Jung kauft Alt“-Modelle abzuschätzen und gibt einen Überblick zu den Inhalten typischer Förderprogramme.
Typische Programminhalte von „Jung kauft Alt“
Die Jung-kauft-alt Programme der acht vertieft untersuchten Kommunen wurden in den Jahren 2007 bis 2017 eingeführt. Sie zielen vor allem auf zwei Dinge: Zum einen, die Vermeidung von Leerständen, wobei die Beseitigung aktueller Leerstände weniger wichtig ist, als möglichen zukünftigen Leerständen vorzubeugen. Dazu passt, dass lediglich neun der 120 bundesweit erfassten Kommunen mit einem Jung-kauft-alt-Programm die Auflage machen, dass für die Inanspruchnahme der Förderung ein Wohngebäude leer stehen muss. Zum anderen soll jungen Familien ein Wohneigentumsbildung ermöglicht werden.
Darüber hinaus haben einzelne Kommunen weitere Ziele formuliert, die vom Bremsen des demografischen Wandels über eine verbesserte Auslastung der Infrastruktur und einer energetischen Verbesserung alter Wohngebäude bis hin zur Reduzierung des Flächenverbrauchs reichen.
- Verband der Privaten Bausparkassen e.V.