Mieter oder Eigentümer – wer wird stärker gefördert?

Wirtschafts- und Sozialforschung

2024 – 2025

Selbstnutzer werden gegenüber Kapitalanlegern benachteiligt, da Förderungen fast ausschließlich in den Mietwohnungsmarkt fließen und so die Preise für Eigenheime weiter steigen. Gefördert wird eine faire Kompensation, um Gleichbehandlung zu schaffen und den Erwerb von Wohneigentum zu erleichtern. Die einseitige Förderung der Energieeffizienz bleibt wichtig, reicht aber nicht aus, um Schwellenhaushalten den Zugang zum Eigentum zu ermöglichen. Die Studie plädiert dafür, eine kompensatorische Förderung für Selbstnutzer und Ersterwerber von Wohneigentum einzuführen, die diesen gegenüber Vermieter fair stellt
Mieter oder Eigentümer – wer wird stärker gefördert?

Berechnungen zur fairen Kompensation für Selbstnutzer 

Eine Förderung von Selbstnutzern wird meist als familien- oder vermögenspolitische Maßnahme begründet. Sie kann aber auch im Sinne einer Gleichbehandlung begründet werden. Denn einerseits wird nur Kapitalanlegern eine Förderung ohne Nebenbedingungen geboten, um das Wohnungsangebot zu erhöhen. Andererseits leiden potenzielle Selbstnutzer unter der preistreibenden Wirkung dieser Mietwohnungsförderung. Deswegen wurden in dieser Studie die aktuellen Förderbarwerte beider Nutzungsformen ermittelt und daraus die Höhe einer fairen Kompensation für Selbstnutzer berechnet.

Fazit: Ersterwerber werden diskriminiert wie nie zuvor

Selbstnutzer werden aktuell zwar gefördert, allerdings nicht beim Erwerb von selbst genutztem Wohneigentum. Gefördert wird ausschließlich die Verbesserung der Energieeffizienz. Das mag richtig und wichtig sein, hilft aber keinem Schwellenhaushalt über die Einkommens- und Eigenkapitalhürde hinweg. Das komplette Förderprogramm ist ein Scheinriese, weil das Gesamtvolumen auf den ersten Blick zwar groß aussieht, aber bei näherer Betrachtung von Förderbarwerten auf Erbsengröße schrumpft.

Auftraggeber
  • LBS Bundesgeschäftsstelle, Berlin

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