Integration von Zuwandernden – Herausforderungen für die Stadtentwicklung

Regionen, Städte und Quartiere

2016 – 2023

empirica erfasste in den Jahren 2017 und 2018 im Auftrag des BBSR in 15 Fallstudien mit unterschiedlichen Ausgangsbedingungen, die kommunalen Strategien im Umgang mit der Zuwanderungsentwicklung. Als stadtentwicklungspolitische Handlungsbedarfe ergaben sich vor allem die Beseitigung von Wohnraumversorgungsengpässen und eine dauerhafte Förderung in Quartieren mit hoher Zuwanderung. 2022 wurde empirica erneut beauftragt, aufbauend auf den früheren Fallstudien kommunale Vorgehensweisen zu untersuchen. Im Fokus standen dabei die Weiterentwicklung integrativer Maßnahmen, ihre Verankerung in der Stadtentwicklung sowie neue Handlungsbedarfe.
Integration von Zuwandernden – Herausforderungen für die Stadtentwicklung

Deutschland ist seit vielen Jahren von kontinuierlicher Zuwanderung geprägt, die Kommunen insbesondere seit 2012 vor komplexe soziale, organisatorische und städtebauliche Aufgaben stellte. Im Rahmen der ersten Studie wurden in 15 Fallstudien die kommunalen Strategien im Umgang mit der Zuwanderungsentwicklung untersucht. Um die Ergebnisse auf eine breitere empirische Basis zu stellen, wurden diese Ergebnisse um fünf Experten-Workshops zu verschiedenen Themen ergänzt. Die Ergebnisse wurden nach kommunalen Handlungsbereichen aufbereitet: Steuerung der Integration, Wohnen, Wohnumfeld und öffentlicher Raum, Sprache und Bildung, Berufliche Integration, Teilhabe und lokalgesellschaftlicher Diskurs. Folgernd daraus geht es längerfristig darum, Integration als kommunale Aufgabe stärker in der Stadtentwicklung zu verankern. Als stadtentwicklungspolitische Handlungsbedarfe ergaben sich vor allem die Beseitigung von Wohnraumversorgungsengpässen und eine dauerhafte Förderung in Quartieren mit hoher Zuwanderung. Darüber hinaus sollten kommunale Dialogansätze zum Thema Zuwanderung in umfassendere Dialoge zum sozialen Zusammenhalt eingebettet werden.

Im Folgeprojekt richtete sich der Blick 2022 auf die Weiterentwicklung der kommunalen Strategien und deren langfristige Wirkungen. Anhand der bereits untersuchten 15 Kommunen wurde analysiert, wie sich die Lebens- und Integrationsbedingungen von Zuwandernden seit 2016 verändert haben und wie sich kommunale Vorgehensweisen in verschiedenen Handlungsfeldern fortentwickelt und verstetigt haben. Ein besonderer Fokus lag darauf, wie Erfahrungen im Querschnittsbereich Integration in übergeordnete Stadtentwicklungsstrategien eingeflossen sind. Zudem wurden aktuelle Rahmenbedingungen berücksichtigt, insbesondere die Auswirkungen der Corona-Pandemie und des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine auf kommunale Strukturen und Integrationsarbeit. Auf Grundlage dieser Analysen arbeitete die Studie zentrale Handlungsbedarfe aus Sicht der Stadtentwicklung heraus und leistet durch den Austausch zwischen den beteiligten Kommunen einen gezielten Beitrag zum Wissenstransfer.

Weitere Informationen: BBSR Allgemeine Ressortforschung.

Auftraggeber
  • Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)

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