Handlungsempfehlungen innerstädtisches Wohnen in München
Wohnungsmärkte und Wohnungspolitik
2024 – 2025
Der Münchner Wohnungsmarkt zählt seit Langem zu den angespanntesten in ganz Deutschland. Er zeichnet sich durch eine hohe bauliche Dichte, eine ausgeprägte Nutzungsmischung sowie eine starke Nachfrage aus, die durch die wirtschaftliche Dynamik der Stadt zusätzlich verstärkt wird. In der gesamten Region überwiegt die Nachfrage das Angebot. Entsprechend gering ist die Wahlfreiheit der Haushalte bei der Suche nach einem neuen Zuhause. Die Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen zeigen, dass selbst unter optimistischen Annahmen keine Spielräume für den Bau günstiger Wohnungen bestehen. Die Folge ist eine zunehmende Konzentration einkommensstarker Haushalte im Handlungsraum Innenstadt, während Haushalte mit niedrigen und mittleren Einkommen bei Neuvermietungen kaum Chancen auf Wohnraum haben.
Der räumliche Umgriff des Handlungsraums Innenstadt entspricht dabei dem Entwurf der Fortschreibung des Innenstadtkonzeptes als integriertes Handlungsraumkonzept (INKO). empirica hat, aufbauend unter anderem auf einer datenbasierten detaillierten Analyse des Wohnungsmarktes im Handlungsraum und Gesprächen mit Akteuren es Wohnungsmarktes, untersucht, wie das Wohnen vor Ort trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen gestärkt werden kann. Im Gegensatz zu einem räumlichen Handlungskonzept wie dem INKO, dient das vorliegende Gutachten nicht dazu, mögliche Lösungsansätze auf der teilräumlichen und der Objektebene zu verorten. Vielmehr stellt es ein strukturelles Werkzeug dar, um bei der strategischen und planerischen Entwicklung des Handlungsraums Innenstadt konkrete Akteure und Standorte zu identifizieren und zu adressieren.
- Landeshauptstadt München