Wohneigentumsförderung des Bundes in regionaler Perspektive
Wohnungsmärkte und Wohnungspolitik
2025 – 2027
In Deutschland wohnen laut Zensus 2022 weniger als die Hälfte aller Haushalte (41,9%) in selbstgenutztem Wohneigentum, wobei die Selbstnutzerquote regional unterschiedlich ausgeprägt ist. Entsprechend der regionalen Unterschiede werden auch die Programme zur Wohneigentumsförderung des Bundes regional unterschiedlich nachgefragt. Die Evaluation des Baukindergeldes hat gezeigt, dass die Fördermittel verstärkt in Regionen mit niedrigeren Preisniveaus eingesetzt werden. Die Erschwinglichkeit von Wohnraum ist dort höher als in Regionen mit höheren Preisniveaus.
Im Forschungsprojekt werden die bundesweiten Förderinstrumente Wohneigentumsförderung für Familien (WEF), Jung kauft Alt (JkA), Baukindergeld (2018-2022), Wohnungsbauprämie, Eigenheimrente bzw. Wohn-Riester sowie die Arbeitnehmersparzulage untersucht.
Die Förderinstrumente des Bundes werden zunächst Förderlogik, Zielgruppen, Fördervolumina und Inanspruchnahme aufbereitet und in den Gesamtförderkontext eingeordnet. Die regionale Verteilung der Förderfälle wird mit umfangreichen Wohnungsmarkt-, Preis-, Einkommens- und Strukturindikatoren verschnitten und auf Basis einer Typisierung von Wohnungsmarktregionen analysiert. Darauf aufbauend werden ökonometrische Modellrechnungen durchgeführt, um regionale Unterschiede in der Förderinanspruchnahme sowie die Wirkungsmechanismen der Förderung zu identifizieren. Ergänzend werden ausgewählte Regionen in Fallstudien vertieft untersucht, unter Einbezug qualitativer Expertengespräche. Die Ergebnisse werden schließlich in Szenarien überführt und zu praxisorientierten Handlungsempfehlungen für die Weiterentwicklung der Wohneigentumsförderung des Bundes verdichtet.
- Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung