CBRE-empirica-Leerstandsindex 2020

Leerstandsquote zum 31.12.2019

  • Bundesweiter Leerstand bei 2,8 Prozent, das sind 603 Tsd. Geschosswohnungen.
  • Marktaktiver Leerstand in Wachstumsregionen sinkt auf 1,9%.
  • Niedrigste Leerstandsquoten in München und Frankfurt/M. (je 0,2 Prozent) sowie Freiburg (0,3 Prozent), Münster und Darmstadt (je 0,4 Prozent).
  • Wiederholter Anstieg der Leerstandsquote in Schrumpfungsregionen auf nunmehr 8,6%.
  • Höchste Quote in Pirmasens (9,3%) und Chemnitz (8,4%).

Marktaktiver Leerstand stagniert erstmals seit 13 Jahren

Der marktaktive Leerstand – also Geschosswohnungen, die unmittelbar vermietbar oder mittelfristig aktivierbar sind – lag Ende 2019 bei 2,8 Prozent oder rund 603.000 Einheiten. Damit ergibt sich bundesweit erstmals seit 13 Jahren kein Rückgang mehr gegenüber dem Vorjahr. Diese Trendwende dürfte sich in den kommenden Jahren verfestigen: Ende der Leerstandsreserven in Schwarmstädten, zunehmender Leerstand in ländlichen Wegzugsregionen.

Totaler Leerstand fast doppelt so hoch

Der marktaktive Leerstand berücksichtigt keine ´Ruinen´ oder dysfunktionalen Leerstände. Fortgeschriebene Zahlen auf Basis des Zensus für den totalen Leerstand im Jahr 2019 fallen daher höher aus und summieren sich auf 1,08 Millionen Geschosswohnungen sowie weiteren 0,39 Millionen Wohnungen in Eigenheimen (Quelle: www.empirica-regio.de). Damit sind gut vier von zehn leerstehenden Geschosswohnungen nicht unmittelbar disponibel und daher kein marktaktiver Leerstand.

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Datenquelle

Der CBRE-empirica-Leerstandsindex ist die einzige Datenquelle mit Angaben zum marktaktiven Leerstand in Geschosswohnungen in Deutschland. Grundlage der aktuellen Zahlen bilden Bewirtschaftungsdaten des Immobilienberatungsunternehmens CBRE (rund 733.000 Wohneinheiten) sowie umfangreiche Analysen und Schätzungen auf Basis der empirica-Regionaldatenbank und des Statistischen Bundesamtes.