Grundsicherungsrelevanter Mietspiegel (empirica) 2019

Selbst im unteren Marktsegment mittlerweile hohe Mieten…

Der Grundsicherungsrelevante Mietspiegel (empirica) weist die Wohnkosten im unteren Wohnungsmarktsegment aus. Spitzenreiter im Jahr 2018 ist weiterhin die Stadt München: Hier muss man zur Anmietung einer ca. 60 m² großen Wohnung schon allein 910 Euro monatlich für die Nettokaltmiete auf den Tisch legen – und das für eine Wohnung im unteren Wohnungsmarktsegment! Auch in den Umlandkreisen um München sowie in Frankfurt und Stuttgart ist einfacher Wohnraum teuer: Für Wohnungen dieser Größe zahlt man hier im unteren Segment rund 700 Euro nettokalt (vgl. Karte). Am günstigsten sind Wohnungen des unteren Wohnungsmarktsegments in Oberfranken und in Sachsen: Hier muss man für eine ca. 60 m² große Wohnung mit relativ einfachem Standard nur etwa 250 Euro monatlich nettokalt aufwenden (vgl. Tabelle).

...und daher geltende Mietobergrenzen vielerorts zu restriktiv

Um den Wohnbedarf von Bedarfsgemeinschaften zu decken, sind Kommunen verpflichtet, die tatsächlichen Wohnkosten in angemessener Höhe zu finanzieren. Dazu präzisiert das Bundessozialgericht, dass „dem Hilfebedürftigen lediglich ein einfacher und im unteren Segment liegender Ausstattungsgrad der Wohnung zusteht.“ (BSG-Urteil vom 7.11.2006 - B 7b AS 10/06 R). Dennoch gelten in manchen Kommunen so niedrige Mietobergrenzen, dass Bedarfsgemeinschaften selbst diese einfachen Wohnungen nicht am Markt finden können.

empirica zeigt Verfügbarkeit angemessener Wohnungen auf…

Der Grundsicherungsrelevante Mietspiegel (empirica) zeigt auf, wieviel zur Anmietung des unteren Fünftels, unteren Viertels oder unteren Drittels der öffentlich inserierten Wohnungen aufzuwenden ist. So lässt sich leicht überprüfen, welcher Teil des Wohnungsmarkts zu den aktuell vor Ort geltenden Mietobergrenzen noch anmietbar ist (Verfügbarkeitsnachweis).

…und leitet angemessene Obergrenzen nach einem „schlüssigen Konzept“ ab

Auswertungen auf Gemeindeebene oder für andere Wohnungsgrößenklassen sind auf Anfrage möglich. Wir beraten darüber hinaus auch gerne bei der Herleitung von Mietobergrenzen für angemessene Unterkunftskosten nach einem schlüssigen Konzept.

Datenquelle

Die empirica-Preisdatenbank reicht zurück bis ins Jahr 2004 und ist die mit Abstand größte Sammlung von Immobilieninseraten für Deutschland. Seit 2012 bündeln wir mit empirica-systeme.de Erhebung, Aufbereitung und Auswertung in einer Hand und können so mehr Transparenz und Know-how bieten als andere Anbieter (Datensatzbeschreibung).

 

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