Vermögensbildung und Altersvorsorge

Referenzprojekt

Erben in Deutschland 2015-24 - Volumen, Verteilung und Verwendung (2015)

Prognose der Höhe aggregierter und individueller Erbschaften bis 2024. Differenzierung nach verschiedenen Regionstypen, Zusammensetzung (Geld/Immobilien) und Alter der Erben; Darstellung der Verteilung der Erbschaften und der Charakteristika der Erblasser (Datenbasis: EVS, SOEP u.a.). Darstellung der Vermögensverteilung potentieller Erben und der Charakteristika der Erben, Prognose der Erbschaftshöhe nach Einkommen und Alter der Erben sowie Abschätzung der Ausgabeneigung aus Erbschaften.

Methodik

Als Erbschaftsvolumen wird das Nettovermögen der Haushalte mit erbschaftsrelevanten Todesfällen in den Jahren 2015-24 bezeichnet. Die Anzahl der Todesfälle wurde anhand der amtlichen Sterbetafeln für die Personen im Mikrodatensatz der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) 2013 simuliert. Als „erbschaftsrelevant“ wurden alle Todesfälle von Haushaltsvorständen oder deren Lebensgefährten eingestuft.

Weil unbekannt ist, in welchen Fällen ein „Berliner Testament“ existiert, kommen zwei verschiedene Schätzmethoden zur Anwendung: Einmal wird angenommen, dass ein Erbschaftsfall dann eintritt, wenn der Haushaltsvorstand oder dessen Lebensgefährte stirbt (Zählung mit Berücksichtigung von Erbschaften zwischen Paaren). Im zweiten Fall tritt ein Erbschaftsfall erst dann ein, wenn beide Lebensgefährten gestorben sind (rein generationenübergreifende Erbschaften). Zukünftige Vermögensumschichtungen sowie das künftige Sparverhalten wurden in dieser Prognose ausgeklammert.

Auftraggeber

DIA - Deutsches Institut für Altersvorsorge, Berlin

Weitere Infos und Download

Übersicht Referenzen der letzten Jahre

Altersarmut – heute und in der Zukunft
(2017)
Auftraggeber: DIA - Deutsches Institut für Altersvorsorge
Ansprechpartner: R. Braun und L. Thomschke

Derzeit wird eine drohende Altersarmut in Deutschland kontrovers diskutiert. Das Deutsche Institut für Altersvorsorge hat empirica daher beauftragt, das heutige und künftige Armutsrisiko für Senioren zu analysieren.

Im Ergebnis könnte die Altersarmut als Folge von Rentenreformen künftig erheblich ansteigen – aber nur, wenn keinerlei Reaktionen der Haushalte unterstellt werden. Gleichwohl war es ja Intention der Rentenreformen, dass die Menschen länger arbeiten und privat vorsorgen. Wenn es zu diesen Reaktionen kommt, wird der Anstieg der Seniorenarmut sehr viel geringer ausfallen. Um auch diesen Anstieg der Armut zu verhindern, muss im Rahmen vorbeugender Strategien die Qualifikation der Betroffenen verbessert und die Integration in den Arbeitsmarkt gefördert werden.

Standortpapier Wohnriester: Funktionsweise, Halbwahrheiten und Determinanten
(2016)
Auftraggeber: LBS Bundesgeschäftsstelle Berlin
Ansprechpartner: R. Braun
Das vorliegende Papier versucht, mehr Klarheit zu schaffen über die Funktionsweise von Riester und mit den kursierenden Halbwahrheiten aufzuräumen. Dazu werden in Teil 1 zunächst die verschiedenen Elemente der nachgelagerten Besteuerung im Rahmen der Riesterrente und dem daraus abgeleiteten Wohnriester erläutert. In Teil 2 werden die echten und die vermeintlichen Tücken des Systems diskutiert und verbreitete Kritikpunkte auf ihren wahren Kern reduziert. Teil 2 analysiert ab-schließend die magere empirische Datenbasis zum Riestersparen, auf die sich die aktuelle Diskussion stützt.
Vermögensbildung in Deutschland
(2014-2015)
Auftraggeber: LBS Bundesgeschäftstelle Berlin
Ansprechpartner: R. Braun
Regionale Auswertungen der Wohnverhältnisse und Vermögensverhältnisse von Privathaushalten in Deutschland auf Basis der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) 2013. Im Einzelnen wurden ausgewertet: die haushaltsbezogene Wohneigentumsquote, die personenbezogene Wohneigentumsquote (im Unterschied zur konventionellen Definition wird hier untersucht, wie viele Personen in selbst genutztem Wohneigentum leben), der Zusammenhang zwischen Wohnstatus und Gebäudeart, die bewohnten Wohnflächen unterschiedlicher Nachfragegruppen (junge Singles, kinderlose Paare, Familien und Senioren). Darüber hinaus wurde analysiert: Die Entwicklung der Vermögen privater Haushalte seit 1978 (nach Ost/West, Altersklassen, Einkommensschichten) und die Vermögenssituation am Vorabend des Ruhestandes.
Wohnimmobilien zur Altersvorsorge - Worauf muss man achten?
(2013)
Auftraggeber: DIA - Deutsches Institut für Altersvorsorge
Ansprechpartner: R. Braun und U. Pfeiffer

Derzeit herrscht Anlagenotstand. In der Folge ist die Nachfrage nach (deutschen) Wohnimmobilien als Kapitalanlage, aber auch zur Selbstnutzung so hoch wie lange nicht. Die Immobilieneigentümer sehen das genauso, weswegen das Angebot aus dem Bestand gering ist. Im Ergebnis steigen die Preise für Eigentumswohnungen und Eigenheime nach Jahren der Stagnation deutlich an. Diese Entwicklung wird überlagert durch Engpässe am Wohnungsmarkt. Trotz steigender Wohnungsnachfrage infolge einer wachsenden Zahl privater Haushalte wurden in den letzten zehn Jahren bei weitem zu wenige Wohnungen neu gebaut. Auch diese Mixtur führt zu steigenden Preisen: bei Kapitalanlage-Wohnungen, aber auch bei Mieten und Einfamilienhäusern. Im Ergebnis wurde z.B. von der Deutschen Bundesbank bereits vor Preisblasen gewarnt. Im internationalen Vergleich der einschlägigen Indikatoren sind solche Warnungen noch unbegründet. Der Wohnungsmarkt wird allerdings regional immer differenzierter – sowohl in puncto Preise und quantitativer Nachfrage (Binnenwanderung, Bevölkerungsschrumpfung), aber auch in puncto qualitativer Nachfrage (Wohnungsgröße, Ausstattung, Bauart). Zur Beurteilung der Immobilie als Altersvorsorge sind daher regionale Indikatoren für verschiedene Marktsegmente erforderlich. Die Studie stellt die relevanten Parameter sowie die aktuellen Chancen und Risiken vor und beschreibt deren künftige Entwicklung (wo und wie wollen die Deutschen wohnen, wo drohen Leerstände und Preisverfall).