Mieten für Wohngemeinschaften in Unistädten - Sommersemester 2026


In Zeiten knapper Wohnungsmärkte ist es für junge Menschen besonders attraktiv, mit Hilfe von Wohngemeinschaften (WG) ihre Wohnkosten zu reduzieren. Aber was sind die üblichen Preise für das gemeinschaftliche Wohnen - was ist in meiner Stadt "teuer" und was ist "billig"?

In den Hochschulstandorten insgesamt liegt der Standardpreis zum aktuellen Semester bei 524 EUR und somit 30% (5,4% p.a.) über dem Niveau aus dem Sommersemester 2021 bzw. 12 EUR höher als im Sommersemester 2025 (+2,3% p.a.).

Wohnen in München oder schlemmen in Siegen

WG-Mieten in Unistädten wurden seit dem Sommer 2012 um 83% teurer (4,4% p.a.). Demgegenüber sind die Verbraucherpreise im selben Zeitraum nur um 33% gestiegen (2,1% p.a.).

Was bleibt den Studierenden? Sie können dorthin ausweichen, wo das Wohnen noch „bezahlbar“ ist. Dazu zählen auf jeden Fall Greifswald und Siegen. In beiden Städten sind die WG-Mieten seit 2012 kaum schneller gestiegen als die Verbraucherpreise.

Jeder hat die Wahl: Hausen in München (für 775 Euro) oder Leben in Siegen. Bei einem Budget von 1.000 Euro bleibt im auch sonst teuren München kaum was zum Leben übrig. In Siegen kann man dann noch für 657 Euro schlemmen (WG-Miete 343 Euro).

Wo ist es am preiswertesten, wo am teuersten?

Zu Beginn des Sommersemester 2026 ist der Standardpreis für ein unmöbliertes WG-Zimmer mit 775 EUR in München am höchsten, gefolgt von Hamburg (649 EUR), Berlin (618 EUR), Köln & Frankfurt/M. (je 610 EUR) und Freiburg (600 EUR).

Die günstigsten Angebote gibt es derzeit in Siegen (343 EUR) sowie in Greifswald (368 EUR).

Auf Basis von mehr als 100 Tsd. Mietinseraten für WG-Zimmer erstellt empirica eine Übersicht, die halbjährlich aktualisiert wird und Auskunft über die Mietpreise im WG-Segment der Unistädte gibt. Sie liefert für alle größeren Hochschulstandorte Deutschlands (über 120 Städte) Standardpreise (mittlerer 50%-Wert) sowie die Preisspanne der Warmmiete eines unmöblierten WG-Zimmers, das zwischen 10qm und 30qm groß ist.

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Datenquelle

Die empirica-Preisdatenbank für Immobilienpreise reicht zurück bis ins Jahr 2004 und ist die mit Abstand größte Sammlung von Immobilieninseraten für Deutschland. Seit 2012 stützen wir unsere Analysen auf die Value Marktdatenbank, die eine stichtagsunabhängige Zufallsstichprobe mit professioneller Dopplerbereinigung (im Quer- und Längsschnitt) und expertengestützter Plausibilitätsprüfung bietet (Datensatzbeschreibung).